Mietwagenpreise im September 2026: Viele Reiseziele werden günstiger

Wer seinen Urlaub erst im September 2026 antritt, kann bei Mietwagen an vielen klassischen Ferienzielen deutlich günstiger wegkommen als noch im August. Aktuelle Marktdaten zeigen vor allem auf Mallorca, Kreta, Sardinien und mehreren weiteren Mittelmeerzielen spürbare Preisrückgänge für Kleinwagen bei einer einwöchigen Anmietung.

Von einem allgemeinen Preissturz auf dem gesamten Mietwagenmarkt kann allerdings keine Rede sein. Entscheidend sind Reiseziel, Anmietzeitraum, Fahrzeugklasse und Verfügbarkeit, zudem läuft die deutsche Sommerferienzeit Anfang September noch nicht vollständig aus: In Baden-Württemberg dauern die Ferien bis zum 12. September, in Bayern sogar bis zum 14. September 2026.

Trotzdem beginnt für viele Urlaubsdestinationen bereits der Übergang aus der besonders stark nachgefragten Hochsaison. Wer zeitlich flexibel ist oder seinen Mietwagen für die zweite Septemberhälfte benötigt, sollte deshalb die aktuellen Angebote neu vergleichen und sich nicht automatisch an den Preisvorstellungen aus Juli oder August orientieren.

Das Wichtigste in Kürze

  • An zahlreichen europäischen Urlaubszielen liegen Mietwagenpreise im September 2026 unter dem Niveau des Augusts.
  • Besonders deutlich fällt der Rückgang unter anderem auf Kreta, Sardinien, Mallorca und in der südlichen Ägäis aus.
  • Bei einer Woche Kleinwagen können die Unterschiede gegenüber August in den betrachteten Beispielen mehr als 100 Euro betragen.
  • Ein flächendeckender Preisrückgang gilt nicht: In Deutschland und einzelnen Regionen bleiben die Preisunterschiede deutlich kleiner.
  • Wer bereits gebucht hat, sollte vor einer Neubuchung zuerst die Stornierungsbedingungen seines bestehenden Mietwagenvertrags prüfen.

Im September setzt an vielen Urlaubszielen der Preisrückgang ein

Die Mietwagenpreise reagieren besonders stark auf saisonale Nachfrage. Während im Juli und August viele Familien gleichzeitig verreisen und an beliebten Flughäfen eine große Zahl von Fahrzeugen benötigt wird, nimmt der Druck auf die verfügbaren Flotten im September an zahlreichen Urlaubsorten ab.

Das lässt sich bei den durchschnittlichen Buchungspreisen für eine Woche mit einem Kleinwagen deutlich erkennen. Besonders ausgeprägt ist der Unterschied bei klassischen Insel- und Badezielen, an denen Mietfahrzeuge während der Sommerferien stark nachgefragt werden.

Reiseziel August 2026 September 2026 Unterschied
Mallorca 309 € 245 € -64 €
Kreta 337 € 238 € -99 €
Andalusien 232 € 222 € -10 €
Sizilien 359 € 289 € -70 €
Südliche Ägäis 375 € 253 € -122 €
Apulien 345 € 335 € -10 €
Madeira 399 € 334 € -65 €
Sardinien 439 € 301 € -138 €

Die Unterschiede sind damit erheblich, aber keineswegs einheitlich. Während eine Woche Kleinwagen auf Sardinien im betrachteten Durchschnitt gegenüber August rund 138 Euro weniger kostet, beträgt die Differenz in Andalusien lediglich zehn Euro.

Mallorca und Kreta werden im September deutlich günstiger

Mallorca gehört traditionell zu den besonders stark nachgefragten Mietwagenmärkten deutscher Urlauber. Für einen Kleinwagen mit sieben Tagen Mietdauer lag der durchschnittliche Buchungspreis im August 2026 bei 309 Euro, für September werden dagegen 245 Euro erreicht.

Das entspricht einem Rückgang von rund 21 Prozent beziehungsweise 64 Euro pro Woche. Gerade für Reisende außerhalb der Schulferien kann sich der spätere Reisezeitraum damit auch bei den Mobilitätskosten bemerkbar machen.

Noch deutlicher fällt die Entwicklung auf Kreta aus. Dort sinkt der durchschnittliche Wochenpreis im betrachteten Kleinwagensegment von 337 Euro im August auf 238 Euro im September, was einer Differenz von 99 Euro oder knapp 29 Prozent entspricht.

Die geringere Nachfrage nach dem Höhepunkt der Sommerferien kann dabei nicht nur den Preis beeinflussen. Häufig verbessert sich gleichzeitig die Auswahl zwischen verschiedenen Fahrzeugklassen und Anbietern, wobei die tatsächliche Verfügbarkeit immer vom konkreten Abholort und Termin abhängt.

Sardinien und die südliche Ägäis zeigen besonders große Unterschiede

Zu den auffälligsten Beispielen gehört Sardinien. Für eine Woche Kleinwagen werden im August durchschnittlich 439 Euro angesetzt, während der Septemberwert mit 301 Euro rund 138 Euro niedriger liegt.

Das entspricht einem Rückgang von gut 31 Prozent. Für zwei Reisende oder eine Familie kann diese Differenz bei der Kalkulation des gesamten Urlaubsbudgets bereits eine relevante Größenordnung erreichen.

Ähnlich stark verändert sich das Preisniveau in der südlichen Ägäis, zu der beispielsweise stark nachgefragte griechische Inselziele gehören. Hier sinkt der durchschnittliche Wochenpreis von 375 Euro im August auf 253 Euro im September und damit um 122 Euro beziehungsweise rund 33 Prozent.

Diese Zahlen zeigen zugleich, warum pauschale Aussagen über einen „günstigen Mietwagenpreis“ wenig hilfreich sind. Schon die Verschiebung derselben Reise um wenige Wochen kann an einzelnen Destinationen einen größeren finanziellen Unterschied ausmachen als die Wahl zwischen zwei vergleichbaren Vermietern.

Nicht überall bedeutet September automatisch günstigere Mietwagen

Der saisonale Effekt fällt nicht an jedem Reiseziel gleich stark aus. In Andalusien beispielsweise reduziert sich der betrachtete durchschnittliche Wochenpreis lediglich von 232 auf 222 Euro, während Apulien von 345 auf 335 Euro zurückgeht.

Auch für Mietwagen innerhalb Deutschlands ist kein vergleichbarer flächendeckender Preisrutsch erkennbar. Aktuelle monatliche Marktübersichten bewegen sich für August und September teilweise auf nahezu demselben Niveau, sodass der September hier nicht automatisch der günstigere Reisemonat sein muss.

Hinzu kommen regionale Veranstaltungen, Messen, Flughafenauslastung und kurzfristige Engpässe. Ein vermeintlicher Nebensaisontermin kann deshalb an einem bestimmten Standort trotzdem teuer sein, wenn zur gewünschten Zeit besonders viele Fahrzeuge benötigt werden.

Warum Mietwagenpreise nach der Sommer-Hochsaison nachgeben können

Autovermietungen arbeiten ähnlich wie Fluggesellschaften und Hotels mit Preisen, die sich an Angebot und Nachfrage orientieren. Sind besonders viele Fahrzeuge für einen bestimmten Zeitraum reserviert, können die noch verfügbaren Wagen deutlich teurer werden.

Im September verändert sich diese Situation an zahlreichen touristischen Orten. Ein großer Teil der europäischen Sommerferien ist beendet, die Zahl der gleichzeitig anreisenden Familien sinkt und ein größerer Teil der Fahrzeugflotte steht wieder für Buchungen zur Verfügung.

Der Übergang erfolgt 2026 allerdings nicht an einem einzigen Datum. Baden-Württemberg befindet sich noch bis einschließlich 12. September in den Sommerferien, Bayern bis einschließlich 14. September, sodass besonders die erste Monatshälfte weiterhin stärker nachgefragt sein kann.

Wer Reisezeit und Flug flexibel wählen kann, sollte deshalb nicht nur August gegen September vergleichen. Auch unterschiedliche Wochen innerhalb des Septembers können zu anderen Mietwagenpreisen führen.

Was du vor der Mietwagenbuchung jetzt prüfen solltest

Ein niedriger Tages- oder Wochenpreis sollte nicht allein darüber entscheiden, welches Angebot tatsächlich günstig ist. Entscheidend ist, welche Leistungen im Gesamtpreis enthalten sind und welche Kosten möglicherweise erst bei der Fahrzeugübernahme hinzukommen.

Achte insbesondere auf den Versicherungsschutz und eine mögliche Selbstbeteiligung. Ebenso wichtig sind Kaution, Kilometerbegrenzung, Tankregelung, zusätzlicher Fahrer, Gebühren für junge oder ältere Fahrer sowie mögliche Kosten für Kindersitze oder andere Extras.

Bei Reisen ins Ausland sollte außerdem geprüft werden, ob geplante Grenzübertritte erlaubt sind. Wer mit dem Mietwagen eine Fähre nutzen oder das Fahrzeug in einem anderen Land zurückgeben möchte, muss ebenfalls auf die Bedingungen des jeweiligen Vermieters achten.

Eine scheinbar fünf oder zehn Euro günstigere Buchung kann schnell teurer werden, wenn wichtige Leistungen fehlen. Deshalb sollte beim Mietwagenvergleich immer der Gesamtumfang des Angebots und nicht nur der zuerst angezeigte Preis betrachtet werden.

Bereits gebucht? Ein erneuter Preisvergleich kann sinnvoll sein

Wer seinen Mietwagen für September bereits vor einigen Wochen oder Monaten reserviert hat, kann die aktuelle Entwicklung zum Anlass für einen erneuten Preischeck nehmen. Ob eine günstigere Neubuchung tatsächlich sinnvoll ist, hängt allerdings von den Bedingungen des vorhandenen Vertrags ab.

Zunächst sollte geprüft werden, bis wann die bestehende Reservierung kostenfrei storniert werden kann und ob bereits Zahlungen geleistet wurden. Erst wenn die neue Buchung verbindlich bestätigt ist und tatsächlich vergleichbare Leistungen enthält, sollte eine bestehende Reservierung aufgehoben werden.

Besonders wichtig ist ein identischer Vergleich des Versicherungsschutzes. Ein Mietwagen für 240 Euro mit umfassendem Schutz kann wirtschaftlich sinnvoller sein als ein Angebot für 210 Euro mit hoher Selbstbeteiligung oder zusätzlichen Kosten vor Ort.

Wer dagegen bereits einen guten Preis mit passenden Leistungen und ungünstigen Stornierungsbedingungen gesichert hat, muss wegen der aktuellen Marktentwicklung nicht automatisch wechseln. Ein Preisvergleich liefert zunächst lediglich die Grundlage für die Entscheidung.

Für wen sich der September besonders lohnen kann

Von den niedrigeren Preisen profitieren vor allem Reisende, die nicht mehr an die klassischen Sommerferien gebunden sind. Paare, Alleinreisende, Ruheständler und Familien mit noch nicht schulpflichtigen Kindern können ihren Reisezeitraum häufig leichter in die zweite Septemberhälfte verschieben.

Auch bei Rundreisen kann die Nebensaison interessant sein, weil ein Mietwagen dort häufig über mehrere Tage oder sogar zwei Wochen benötigt wird. Je länger die Mietdauer, desto stärker können sich Unterschiede beim Tagespreis auf die Gesamtkosten auswirken.

Bei einer Differenz von beispielsweise 15 Euro pro Tag summiert sich der Preisunterschied über zehn Miettage bereits auf 150 Euro. Trotzdem sollte eine Reiseentscheidung nicht ausschließlich vom Mietwagenpreis abhängen, da Flug, Unterkunft und andere Reisekosten gleichzeitig steigen oder sinken können.

Jetzt buchen oder auf weiter fallende Preise warten?

Darauf gibt es keine allgemeingültige Antwort. Mietwagenpreise können auch kurzfristig wieder steigen, wenn eine Fahrzeugklasse knapp wird oder an einem bestimmten Abholort überraschend viele Buchungen eingehen.

Wer für einen festen Termin ein gutes Angebot mit passenden Leistungen und flexiblen Stornierungsbedingungen findet, muss deshalb nicht zwingend auf einen noch niedrigeren Preis spekulieren. Besonders bei Automatikfahrzeugen, größeren Familienautos, Vans oder bestimmten Fahrzeugklassen kann die Auswahl schneller kleiner werden als bei klassischen Kleinwagen.

Wer dagegen beim Abholort, der Fahrzeugklasse oder sogar beim Reisetag flexibel ist, kann verschiedene Varianten miteinander vergleichen. Schon die Verschiebung der Anmietung um einige Tage kann je nach Destination einen anderen Preis ergeben.

Was in den kommenden Wochen zu erwarten ist

Für viele klassische Sommerdestinationen dürfte sich der saisonale Nachfragerückgang nach dem Ende der letzten deutschen Sommerferien weiter bemerkbar machen. Das bedeutet allerdings nicht, dass jeder Mietwagen im weiteren Verlauf des Septembers automatisch günstiger wird.

Spätestens mit den Herbstferien kann sich die Nachfrage an beliebten Reisezielen erneut erhöhen. In mehreren Bundesländern beginnen diese bereits im Oktober, sodass sich an klassischen Sonnenzielen neue Nachfragespitzen entwickeln können.

Auch regionale Besonderheiten bleiben entscheidend. Auf Inseln mit begrenzten Mietwagenflotten, bei Großveranstaltungen oder an besonders stark frequentierten Flughäfen können die Preise vom allgemeinen Saisontrend deutlich abweichen.

September eröffnet Chancen – vergleichen bleibt entscheidend

Der September 2026 ist für Mietwagenreisende an vielen europäischen Urlaubszielen tatsächlich interessanter als der Hochsommer. Bei Mallorca, Kreta, Sardinien oder der südlichen Ägäis zeigen die aktuellen Durchschnittspreise deutliche Unterschiede zum August, die bei einer einwöchigen Anmietung teilweise weit über 100 Euro ausmachen.

Ein automatischer Nebensaisonrabatt existiert jedoch nicht. Entscheidend bleiben der konkrete Reisezeitraum, Abholort, Fahrzeugtyp, Versicherungsschutz und die Bedingungen des Angebots, weshalb ein aktueller Mietwagenvergleich vor der Buchung sinnvoller ist als die Orientierung an einem allgemeinen Durchschnittspreis.

Wer bereits reserviert hat, kann ebenfalls noch einmal vergleichen, sollte den bestehenden Vertrag aber erst nach Prüfung der Stornierungsbedingungen und nach bestätigter Neubuchung ändern. Besonders in der zweiten Septemberhälfte kann sich ein Preischeck lohnen, wenn die letzten Sommerferien beendet sind und die Nachfrage an vielen Ferienzielen weiter nachlässt.

Häufige Fragen zu Mietwagenpreisen im September 2026

Die günstigere Nebensaison wirft vor allem bei bereits gebuchten Mietwagen und kurzfristigen Reisen praktische Fragen auf. Entscheidend ist dabei immer der konkrete Mietvertrag, denn Durchschnittspreise lassen sich nicht automatisch auf jedes einzelne Angebot übertragen.

Sind Mietwagen im September 2026 generell günstiger als im August?

Nein, ein pauschaler Preisrückgang gilt nicht für jedes Reiseziel. An zahlreichen klassischen Ferienzielen sind die Unterschiede allerdings deutlich, während sich die Preise beispielsweise innerhalb Deutschlands wesentlich stabiler entwickeln können.

Wie viel günstiger kann ein Mietwagen im September sein?

Das hängt stark vom Reiseziel ab. Bei den betrachteten Wochenpreisen für Kleinwagen liegt der Unterschied gegenüber August beispielsweise bei 64 Euro auf Mallorca, 99 Euro auf Kreta und 138 Euro auf Sardinien.

Sollte ich einen bereits gebuchten Mietwagen stornieren und neu buchen?

Nur wenn die bestehende Buchung entsprechend flexibel storniert werden kann und ein neues Angebot tatsächlich günstiger beziehungsweise besser ist. Vergleiche unbedingt Fahrzeugklasse, Versicherung, Selbstbeteiligung, Kilometer, Tankregelung und mögliche Zusatzgebühren.

Werden Mietwagen Ende September noch günstiger?

Das ist möglich, aber keineswegs garantiert. Preise werden durch aktuelle Nachfrage und verfügbare Fahrzeuge beeinflusst und können deshalb auch während der Nebensaison kurzfristig wieder steigen.

Worauf sollte ich beim Mietwagenvergleich besonders achten?

Vergleiche nicht ausschließlich den angezeigten Endpreis. Versicherungsschutz, Selbstbeteiligung, Kaution, Tankregelung, Kilometer, Zusatzfahrer, Abholstation und Stornierungsbedingungen können entscheidend dafür sein, welches Angebot insgesamt besser ist.

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