Aktuell bekommt die Entwicklung besondere Bedeutung, weil die Aktion nach bisherigem Stand am 4. September 2026 um 23:59 Uhr endet. Gleichzeitig zeigen Angebote anderer Mobilfunkmarken, dass große Datenpakete um die Marke von 100 GB inzwischen teilweise für rund 12 bis 13 Euro im Monat erhältlich sind.
Für Verbraucher bedeutet das nicht automatisch, dass jeder seinen bestehenden Handyvertrag sofort kündigen sollte. Die Entwicklung ist aber ein guter Anlass, ältere Mobilfunktarife zu überprüfen, denn neben dem Datenvolumen entscheiden Netz, Geschwindigkeit, Laufzeit, Anschlusskosten, Roaming und Zusatzleistungen darüber, wie attraktiv ein Angebot tatsächlich ist.
Das Wichtigste in Kürze
- spusu bietet im Aktionstarif „spusu legendär“ 100 GB für 12,90 Euro monatlich.
- Die aktuelle 100-GB-Aktion ist nach bisherigem Stand bis zum 4. September 2026 befristet.
- Der Tarif ist monatlich kündbar, bietet 5G mit bis zu 200 Mbit/s und verlangt keine Anschlussgebühr.
- Auch andere Anbieter bewegen sich mit großen Datenpaketen inzwischen in einer ähnlichen Preisregion.
- Wer einen älteren Handyvertrag nutzt, sollte deshalb nicht nur das Datenvolumen, sondern die gesamten Vertragskonditionen vergleichen.
spusu erhöht den Druck mit 100 GB für 12,90 Euro
Der Tarif „spusu legendär“ kostete bereits zum Deutschlandstart 12,90 Euro monatlich, enthielt damals jedoch 80 GB Datenvolumen. Seit dem 6. August 2026 stellt spusu im Rahmen einer Tarifaktion 100 GB bereit, ohne die monatliche Grundgebühr anzuheben.
Enthalten sind eine Allnet-Flat für Gespräche und SMS innerhalb Deutschlands sowie mobiles Internet über das Vodafone-Funknetz. Die maximale Geschwindigkeit liegt bei bis zu 200 Mbit/s im Download und 75 Mbit/s im Upload. Technisch tritt spusu dabei als virtueller Mobilfunkanbieter mit eigener Kernnetzinfrastruktur auf.
Interessant ist zudem die kurze Vertragsbindung. Eine klassische Mindestlaufzeit von 24 Monaten gibt es nicht, der Tarif kann zum Monatsende gekündigt werden und eine Aktivierungsgebühr fällt nicht an. Damit kombiniert spusu einen niedrigen Monatspreis mit einer Flexibilität, die bei der Bewertung eines Mobilfunktarifs mindestens ebenso wichtig sein kann wie die reine Zahl der Gigabyte.
Der 100-GB-Tarif ist nicht automatisch der günstigste
12,90 Euro für 100 GB wirken zunächst wie eine klare Kampfansage. Ein Blick auf den aktuellen Markt zeigt allerdings, dass spusu mit diesem Preis nicht alleinsteht und beim reinen Monatspreis sogar unterboten werden kann.
SIMon mobile bietet derzeit beispielsweise einen monatlich kündbaren Tarif mit 100 GB ab 11,99 Euro an. Der günstigste Preis hängt dort jedoch unter anderem von den Bedingungen rund um die Rufnummernmitnahme beziehungsweise den bisherigen Mobilfunkanbieter ab, sodass nicht jeder Neukunde automatisch dieselben Konditionen erhält.
Auch Lebara bewegt sich in einer ähnlichen Größenordnung. Ein monatlich kündbarer 100-GB-Tarif wird aktuell für 12,99 Euro angeboten, wobei sich die Rahmenbedingungen beispielsweise bei Aktivierungsgebühr, maximaler Geschwindigkeit und Zusatzleistungen von spusu unterscheiden.
Genau darin zeigt sich die eigentliche Entwicklung: Große Datenpakete werden zunehmend zu Preisen angeboten, die vor wenigen Jahren eher für wesentlich kleinere Volumina üblich gewesen wären. Für Verbraucher verschiebt sich damit die entscheidende Frage von „Wie viele Gigabyte bekomme ich?“ stärker hin zu „Welche Gesamtleistung bekomme ich für meinen monatlichen Preis?“.
Was die 12,90 Euro wirklich beinhalten
Beim Preisvergleich fällt spusu vor allem durch die Kombination aus Datenmenge, Geschwindigkeit und Vertragsflexibilität auf. Die 100 GB stehen mit bis zu 200 Mbit/s zur Verfügung, zusätzlich können nicht verbrauchte Daten über das System „daten.trans.fair“ angesammelt werden.
Beim Tarif „spusu legendär“ können so bis zu 200 GB zusätzlich als Datenreserve aufgebaut werden. Diese Reserve lässt sich anschließend in Deutschland verwenden, wodurch insbesondere Nutzer profitieren können, deren Datenverbrauch von Monat zu Monat stark schwankt.
Auch beim Roaming unterscheidet sich das Angebot von vielen klassischen Discounttarifen. Das reguläre Inklusivvolumen kann nicht nur innerhalb der EU, sondern ebenfalls in Großbritannien und der Schweiz genutzt werden; für die Schweiz gelten bei Telefonie und SMS allerdings andere Bedingungen als für das reine Datenvolumen.
Damit wird deutlich, warum ein Vergleich allein über den rechnerischen Preis je Gigabyte zu kurz greift. Wer regelmäßig reist, eine hohe maximale Geschwindigkeit benötigt oder ungenutztes Datenvolumen mitnehmen möchte, kann Zusatzleistungen anders bewerten als jemand, dem ausschließlich ein möglichst niedriger Monatspreis wichtig ist.
Warum der Wettbewerb bei großen Datenpaketen zunimmt
Die Entwicklung beschränkt sich nicht auf einen einzelnen Anbieter. SIMon mobile, Lebara und weitere Discountmarken zeigen, dass größere Datenpakete mit 70, 80, 100 GB oder noch mehr Volumen zunehmend in Preisregionen angeboten werden, die für einen großen Teil der Smartphone-Nutzer interessant werden.
Für die Anbieter ist Datenvolumen gleichzeitig zu einem wichtigen Wettbewerbsinstrument geworden. Telefonie- und SMS-Flatrates gehören inzwischen bei zahlreichen Tarifen zum Standard, sodass sich Angebote für Verbraucher häufig vor allem über Datenmenge, Geschwindigkeit, Netz, Vertragslaufzeit und Preis unterscheiden.
Dabei bedeutet mehr Datenvolumen nicht zwangsläufig, dass ein Tarif für jeden Haushalt sinnvoller ist. Wer beispielsweise monatlich nur 10 oder 20 GB benötigt, gewinnt durch einen 100-GB-Tarif kaum zusätzlichen praktischen Nutzen, wenn ein kleinerer Tarif gleichzeitig mehrere Euro weniger kostet.
Anders sieht es bei intensiver Smartphone-Nutzung aus. Videostreaming, soziale Netzwerke, Navigation, Cloud-Dienste, Hotspot-Nutzung und mobiles Arbeiten können den Datenbedarf schnell erhöhen, sodass große Datenpakete für bestimmte Nutzergruppen zunehmend eine realistische Alternative zu kleineren Tarifen darstellen.
Für wen 100 GB tatsächlich interessant sind
Besonders interessant können Tarife dieser Größenordnung für Verbraucher sein, die regelmäßig unterwegs streamen oder ihr Smartphone häufig als mobilen Internetzugang für Notebook und Tablet nutzen. Auch Haushalte, in denen mobiles Datenvolumen zeitweise einen schwachen oder ausgefallenen Festnetzanschluss ersetzen muss, können von einer großen Reserve profitieren.
Ein typischer Durchschnittsnutzer benötigt dagegen nicht automatisch 100 GB. Wer am Monatsende regelmäßig noch einen großen Teil eines wesentlich kleineren Datenpakets übrig hat, sollte sich durch hohe Gigabyte-Zahlen nicht zu einem unnötig teureren Tarif verleiten lassen.
Entscheidend ist deshalb der eigene Verbrauch der vergangenen Monate. Viele Smartphones und Kunden-Apps zeigen relativ genau, wie viel mobiles Datenvolumen tatsächlich genutzt wurde, wodurch sich der persönliche Bedarf besser einschätzen lässt als anhand allgemeiner Empfehlungen.
Was du vor einem Wechsel prüfen solltest
Der aktuelle Preisdruck macht einen Tarifcheck besonders für Kunden interessant, die seit mehreren Jahren denselben Mobilfunkvertrag nutzen. Gerade ältere Verträge können im Verhältnis zwischen monatlicher Grundgebühr und enthaltenem Datenvolumen deutlich weniger attraktiv sein als aktuelle Angebote.
Vor einem Wechsel solltest du jedoch mehrere Faktoren gemeinsam betrachten:
- Tatsächlicher Datenbedarf: Prüfe deinen Verbrauch der vergangenen drei bis sechs Monate und plane eine ausreichende Reserve ein.
- Mobilfunknetz: Ein günstiger Tarif bringt wenig, wenn das genutzte Netz an deinem Wohnort, Arbeitsplatz oder auf häufig gefahrenen Strecken schlecht verfügbar ist.
- Maximale Geschwindigkeit: 5G allein sagt noch wenig aus, weil Anbieter die erreichbare Geschwindigkeit tariflich begrenzen können.
- Vertragslaufzeit: Monatlich kündbare Tarife bieten mehr Flexibilität als klassische Verträge mit längerer Mindestlaufzeit.
- Einmalige Kosten: Anschluss- und Aktivierungsgebühren können einen niedrigen Monatspreis insbesondere bei kurzer Nutzung relativieren.
- Roaming: Wer häufig im Ausland unterwegs ist, sollte genau prüfen, welche Länder und welche Datenmengen eingeschlossen sind.
- Rufnummernmitnahme: Manche Aktionspreise oder Wechselboni sind an eine erfolgreiche Portierung gebunden.
- Datenautomatik: Wichtig ist, ob nach Verbrauch des Inklusivvolumens lediglich gedrosselt wird oder automatisch kostenpflichtiges Zusatzvolumen hinzukommt.
Erst wenn diese Punkte vergleichbar sind, lässt sich beurteilen, welcher Tarif tatsächlich günstiger ist. Der niedrigste beworbene Monatspreis muss deshalb nicht automatisch das beste Angebot für den eigenen Nutzungsbedarf sein.
Müssen Bestandskunden jetzt sofort wechseln?
Ein unmittelbarer Handlungsdruck besteht für die meisten Mobilfunkkunden nicht. Wer mit Netzqualität, Preis und Datenvolumen seines bisherigen Vertrages zufrieden ist, muss einen funktionierenden Tarif nicht allein wegen einer kurzfristigen Aktion aufgeben.
Anders sieht es aus, wenn beispielsweise 20 oder 30 Euro monatlich für einen älteren SIM-only-Vertrag bezahlt werden, obwohl nur ein vergleichbares oder kleineres Datenpaket enthalten ist. In solchen Fällen zeigt die aktuelle Marktentwicklung, dass ein Vergleich erhebliche Unterschiede bei Preis und Leistung sichtbar machen kann.
Vor einer Kündigung sollte zunächst geprüft werden, wann der bestehende Vertrag beendet werden kann. Ebenso lohnt sich ein Blick darauf, ob der bisherige Anbieter bei einer Vertragsverlängerung oder einem Tarifwechsel bessere Konditionen anbietet.
Die Befristung am 4. September ist entscheidend
Bei spusu kommt aktuell ein weiterer Faktor hinzu: Die Aufstockung auf 100 GB ist nach dem bislang kommunizierten Stand bis zum 4. September 2026 befristet. Das Angebot wird derzeit mit einem Aktionsende um 23:59 Uhr geführt.
Ob spusu die Aktion anschließend verlängert, verändert oder zum vorherigen Datenvolumen zurückkehrt, lässt sich vor Ablauf der Frist nicht sicher vorhersagen. Verbraucher sollten eine Befristung deshalb berücksichtigen, sich dadurch aber nicht zu einem übereilten Vertragsabschluss verleiten lassen.
Gerade der Blick auf konkurrierende Angebote zeigt, dass günstige Tarife mit hohen Datenvolumina nicht ausschließlich bei einem Anbieter verfügbar sind. Wer die Aktion verpasst, sollte deshalb zunächst den aktuellen Markt vergleichen, statt davon auszugehen, dass anschließend kein ähnlich günstiges Angebot mehr erhältlich sein wird.
Für Verbraucher wird der Gesamtvergleich wichtiger
Der aktuelle Wettbewerb um große Datenpakete ist grundsätzlich positiv für Verbraucher, weil mehr Leistung in niedrigere Preisbereiche rückt. 100 GB für rund 12 bis 13 Euro zeigen, wie stark sich das Verhältnis zwischen Datenvolumen und Grundgebühr inzwischen verändert hat.
Trotzdem sollte die Gigabyte-Zahl nicht zum alleinigen Entscheidungskriterium werden. Netzabdeckung, Geschwindigkeit, Laufzeit, Anschlussgebühr, Roaming, Datenreserve und mögliche Voraussetzungen für Aktionspreise können darüber entscheiden, ob ein vermeintlich günstiger Tarif im Alltag tatsächlich besser ist.
Wer noch einen älteren Handyvertrag besitzt, kann die derzeitige Entwicklung deshalb sinnvoll für einen Tarifvergleich nutzen. Wer bereits einen günstigen und passenden Vertrag hat, muss dagegen nicht allein wegen einer kurzfristigen 100-GB-Aktion wechseln.
Häufige Fragen zu günstigen 100-GB-Handytarifen
Große Datenpakete werden derzeit von mehreren Mobilfunkmarken zu vergleichsweise niedrigen Preisen angeboten. Die folgenden Fragen helfen dabei, die Angebote besser einzuordnen und typische Unterschiede zwischen den Tarifen zu erkennen.
Sind 100 GB für 12,90 Euro dauerhaft erhältlich?
Beim aktuellen spusu-Angebot handelt es sich um eine Aktion, deren 100-GB-Konditionen nach bisherigem Stand bis zum 4. September 2026 gelten. Ob die Aktion anschließend verlängert oder verändert wird, sollte nicht vorweggenommen werden.
Ist spusu mit 12,90 Euro der günstigste 100-GB-Tarif?
Nicht zwingend. SIMon mobile wirbt aktuell beispielsweise mit 100 GB ab 11,99 Euro, wobei der günstigste Preis von bestimmten Voraussetzungen abhängt, während weitere Anbieter ebenfalls Angebote um etwa 13 Euro führen.
Brauche ich überhaupt 100 GB Datenvolumen?
Das hängt vollständig von deinem Nutzungsverhalten ab. Wer viel mobil streamt, Hotspots nutzt oder unterwegs arbeitet, kann 100 GB gut gebrauchen, während bei einem Verbrauch von beispielsweise 10 bis 20 GB ein kleinerer Tarif häufig wirtschaftlicher ist.
Sollte ich wegen der spusu-Aktion meinen Vertrag sofort kündigen?
Nein, ein übereilter Wechsel ist nicht notwendig. Prüfe zunächst Laufzeit, Kündigungsfrist, aktuelle Grundgebühr, Datenverbrauch und Netzabdeckung und vergleiche anschließend mehrere Angebote miteinander.
Worauf kommt es neben dem Preis besonders an?
Netzqualität und Empfang sollten an erster Stelle stehen, danach folgen Datenvolumen, Geschwindigkeit, Laufzeit sowie einmalige Gebühren. Auch Roaming, eSIM, Rufnummernmitnahme und der Umgang mit verbrauchtem oder ungenutztem Datenvolumen können relevant sein.