ERGO Sterbegeldversicherung

ERGO Sterbegeldversicherung mit Grundschutz, Komfort und Premium: Wir zeigen die wichtigsten Leistungen, Unterschiede, Kosten und worauf du vor dem Abschluss achten solltest.

Mit Grundschutz, Komfort und Premium bietet ERGO drei Varianten der Sterbevorsorge ohne Gesundheitsfragen. Wir zeigen, wie sich Aufbauzeit, Versicherungssumme, Zusatzleistungen und Kosten unterscheiden und worauf es bei der Auswahl ankommt.

Wer sich konkret mit der ERGO Sterbegeldversicherung beschäftigt, möchte meist nicht nur wissen, wie hoch die spätere Auszahlung sein kann. Mindestens ebenso wichtig sind die Fragen, ab wann der volle Versicherungsschutz besteht, welche Leistungen während der Aufbauzeit gelten und ob zusätzliche Vorsorge- und Serviceleistungen den höheren Beitrag eines umfangreicheren Tarifs rechtfertigen.

ERGO bietet die Sterbevorsorge derzeit in drei Leistungsstufen an. Grundschutz, Komfort und Premium unterscheiden sich vor allem bei der Aufbauzeit, der maximal wählbaren Versicherungssumme und den zusätzlichen Leistungen, wobei Premium deutlich über eine reine finanzielle Absicherung der Bestattungskosten hinausgeht.

Interessant ist das Angebot insbesondere für Menschen, die eine Sterbegeldversicherung ohne Gesundheitsfragen suchen. Das bedeutet allerdings nicht, dass ab dem ersten Tag bei jeder Todesursache automatisch die volle vereinbarte Versicherungssumme ausgezahlt wird, denn dafür gelten je nach Tarif unterschiedliche Aufbauzeiten.

Inhaltsverzeichnis

Was bietet die ERGO Sterbegeldversicherung?

Die ERGO Sterbevorsorge ist als lebenslange Absicherung für den Todesfall konzipiert. Versicherte bestimmen eine Versicherungssumme und können festlegen, wer im Todesfall bezugsberechtigt ist, sodass die Leistung beispielsweise an den Partner, Angehörige oder eine andere gewünschte Person ausgezahlt werden kann.

Ein wesentliches Merkmal ist der Abschluss ohne Gesundheitsfragen. Der Grundschutz kann grundsätzlich im Eintrittsalter von 40 bis 80 Jahren gewählt werden, während Komfort und Premium auch für einen Abschluss bis zum Alter von 85 Jahren vorgesehen sind.

Die garantierte Versicherungssumme kann beim Grundschutz und bei Komfort bis zu 15.000 Euro betragen. Im Premium-Tarif sind bis zu 20.000 Euro möglich, wodurch sich diese Variante auch für höhere Bestattungs- und Nebenkosten eignet.

Die Auszahlung ist nicht strikt zweckgebunden. Die bezugsberechtigte Person kann das Geld beispielsweise für Bestattung, Trauerfeier, Haushaltsauflösung, laufende Wohnkosten oder andere nach dem Todesfall entstehende Ausgaben einsetzen.

Tarife der ERGO Sterbegeldversicherung

Die drei Tarifvarianten bauen in wesentlichen Punkten aufeinander auf, unterscheiden sich aber deutlich beim Zeitpunkt des vollständigen Versicherungsschutzes und bei zusätzlichen Leistungen. Für die Tarifwahl ist deshalb nicht allein entscheidend, welche Versicherungssumme gewünscht wird, sondern auch, wie wichtig eine kurze Aufbauzeit und zusätzliche Unterstützung zu Lebzeiten oder für Angehörige ist.

Merkmal Grundschutz Komfort Premium
Maximale Versicherungssumme 15.000 € 15.000 € 20.000 €
Aufbauzeit 36 Monate 18 Monate 18 Monate
Gesundheitsfragen Nein Nein Nein
Doppelte Leistung bei Unfalltod Ja Ja Ja
Leistung bei Pflegebedürftigkeit Nein Nein Ja
Vorgezogene Leistung bei schwerer Krankheit Nein Nein Ja
Erweiterte Serviceleistungen Nein Nein Ja
Optionale Bestattungspakete Nein Nein Ja

ERGO Sterbevorsorge Grundschutz

Der Grundschutz konzentriert sich auf die eigentliche finanzielle Vorsorge und enthält bereits wichtige ergänzende Leistungen. Die Versicherungssumme kann bis zu 15.000 Euro betragen, Gesundheitsfragen sind nicht erforderlich und nach Ablauf der 36-monatigen Aufbauzeit steht bei Tod grundsätzlich die vereinbarte garantierte Versicherungssumme zur Verfügung.

Wer während der Aufbauzeit aus einer anderen Ursache als einem Unfall verstirbt, erhält jedoch nicht automatisch die volle Versicherungssumme. In diesem Fall werden die bis dahin eingezahlten Beiträge an die Bezugsberechtigten zurückgezahlt, während bei einem Unfalltod besondere Regelungen greifen.

Zum Grundschutz gehören außerdem unter anderem der Sterbevorsorge-Ordner, juristisch geprüfte Vorsorgedokumente und eine telefonische Erstberatung zum Erbrecht. Damit geht der Tarif etwas über eine reine Geldleistung hinaus, ohne jedoch die umfangreichen Zusatzleistungen der Premium-Variante einzuschließen.

ERGO Sterbevorsorge Komfort

Komfort übernimmt die wesentlichen Leistungen des Grundschutzes, verkürzt die Aufbauzeit jedoch deutlich von 36 auf 18 Monate. Gerade für ältere Versicherte kann dieser Unterschied relevant sein, weil die volle garantierte Todesfallleistung bei einer regulären Todesursache dadurch wesentlich früher erreicht wird.

Die maximal wählbare Versicherungssumme bleibt mit bis zu 15.000 Euro auf dem Niveau des Grundschutzes. Komfort richtet sich daher weniger an Verbraucher mit besonders hohem Kapitalbedarf als an diejenigen, denen eine kürzere Aufbauphase wichtig ist.

Der Beitragsunterschied kann im Verhältnis zum verkürzten Zeitraum vergleichsweise überschaubar ausfallen, muss aber individuell berechnet werden. Entscheidend ist deshalb, Grundschutz und Komfort mit identischer Versicherungssumme und Beitragszahlungsdauer gegenüberzustellen.

ERGO Sterbevorsorge Premium

Premium besitzt ebenfalls eine Aufbauzeit von 18 Monaten, erhöht die maximal mögliche Versicherungssumme jedoch auf 20.000 Euro. Zusätzlich kommen Leistungen hinzu, die nicht nur den eigentlichen Todesfall betreffen, sondern teilweise bereits während des Lebens genutzt werden können.

Bei Pflegebedürftigkeit ist eine einmalige Kapitalleistung in Höhe der noch ausstehenden Beiträge vorgesehen. Der Vertrag läuft dabei weiter, sodass diese Leistung nicht automatisch an die Stelle des späteren Versicherungsschutzes tritt.

Hinzu kommt eine vorgezogene Versicherungsleistung bei einer entsprechend schweren beziehungsweise unheilbaren Erkrankung, sofern die vertraglichen Voraussetzungen erfüllt sind. Dadurch kann die Versicherungssumme bereits zu Lebzeiten zur Verfügung stehen, anstatt erst nach dem Tod ausgezahlt zu werden.

Premium enthält darüber hinaus zusätzliche Serviceleistungen wie Pflege- und Bestattungsberatung, eine medizinische Zweitmeinung, Unterstützung beim digitalen Nachlass sowie Hilfen für Angehörige im Trauerfall. Optional können außerdem Bestattungspakete vereinbart werden, mit denen sich Art und Umfang der späteren Bestattung bereits im Voraus konkreter festlegen lassen.

Welche Leistungen bietet die ERGO Sterbegeldversicherung?

Bei einer Sterbegeldversicherung besteht die zentrale Leistung in der Auszahlung einer vereinbarten Summe beim Tod der versicherten Person. Bei ERGO kommen jedoch mehrere Besonderheiten hinzu, die bei der Bewertung des Angebots wichtiger sind als eine reine Gegenüberstellung der Monatsbeiträge.

Garantierte Todesfallleistung nach der Aufbauzeit

Nach Ablauf der jeweiligen Aufbauzeit steht die vereinbarte garantierte Versicherungssumme im Todesfall zur Verfügung. Beim Grundschutz beträgt diese Phase 36 Monate, bei Komfort und Premium lediglich 18 Monate.

Die Leistung hängt danach nicht davon ab, ob bis zu diesem Zeitpunkt bereits Beiträge in Höhe der Versicherungssumme eingezahlt wurden. Gerade dieser Versicherungscharakter unterscheidet eine Sterbegeldversicherung grundsätzlich vom reinen Ansparen eines bestimmten Betrags.

Besondere Leistung bei Unfalltod

Ein wichtiger Bestandteil aller drei Tarifvarianten ist die Regelung für einen Unfalltod. Hier entfällt die reguläre Aufbauzeit, sodass nicht lediglich die bis dahin gezahlten Beiträge zurückfließen.

Bei Unfalltod ist darüber hinaus eine Verdoppelung der Versicherungssumme vorgesehen. Wer beispielsweise 8.000 Euro Todesfallleistung vereinbart hat, besitzt dadurch für den tariflich versicherten Unfalltod einen deutlich höheren Schutz.

Welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit ein Todesfall im Sinne des Vertrags als Unfalltod gilt, sollte dennoch vor Abschluss geprüft werden. Eine erhöhte Unfallleistung ersetzt außerdem keine umfassende Unfall- oder Risikolebensversicherung.

Bezugsberechtigte frei festlegen

Versicherungsnehmer können bestimmen, wer das Sterbegeld erhalten soll. Dadurch muss die Auszahlung nicht zwangsläufig an einen gesetzlichen Erben gehen, sondern kann beispielsweise dem Lebenspartner oder einer anderen Person zukommen, die sich um die Bestattung kümmern soll.

Das kann insbesondere bei unverheirateten Paaren, Patchworkfamilien oder einer bewusst abweichenden Nachlassplanung wichtig sein. Die bezugsberechtigte Person kann dadurch schneller über die Versicherungsleistung verfügen, ohne dass die Verwendung auf bestimmte Bestattungsrechnungen beschränkt sein muss.

Lebenslanger Versicherungsschutz

Die Sterbevorsorge ist grundsätzlich auf eine lebenslange Absicherung ausgerichtet. Versicherte können ihre Beitragszahlungsdauer begrenzen und beispielsweise festlegen, dass Beiträge nur bis zu einem bestimmten Alter gezahlt werden.

Nach dem vereinbarten Ende der Beitragszahlung kann der Versicherungsschutz weiterbestehen. Eine kürzere Beitragszahlungsdauer führt allerdings regelmäßig zu höheren laufenden Beiträgen, weil die Finanzierung der vereinbarten Leistung auf einen kürzeren Zeitraum verteilt wird.

Wichtige Leistungsgrenzen und Einschränkungen

Gerade bei einer Sterbegeldversicherung ohne Gesundheitsprüfung sollte nicht nur auf die beworbene Versicherungssumme geschaut werden. Die wichtigste Einschränkung der ERGO Sterbevorsorge ist die Aufbauzeit, denn während dieser Phase gelten bei einem gewöhnlichen Todesfall deutlich andere Leistungen als nach ihrem Ablauf.

Stirbt die versicherte Person während der 36 Monate im Grundschutz beziehungsweise der 18 Monate in Komfort oder Premium und handelt es sich nicht um einen versicherten Unfalltod, erhalten die Bezugsberechtigten grundsätzlich die bis dahin eingezahlten Beiträge zurück. Wer unmittelbar ab Vertragsbeginn bei jeder Todesursache die komplette Versicherungssumme benötigt, erhält diesen Schutz mit den regulären laufenden Beiträgen daher nicht.

Auch die maximale Versicherungssumme setzt eine klare Grenze. Grundschutz und Komfort enden bei 15.000 Euro, Premium bei 20.000 Euro, sodass das Produkt für eine umfangreiche Hinterbliebenenabsicherung mit beispielsweise 100.000 oder 200.000 Euro nicht ausgelegt ist.

Die besonderen Pflege-, Krankheits- und Serviceleistungen sind zudem dem Premium-Tarif vorbehalten. Wer Grundschutz oder Komfort wählt, sollte deshalb nicht davon ausgehen, dass sämtliche auf der Produktseite dargestellten Zusatzangebote automatisch Bestandteil des eigenen Vertrags sind.

Für die optionalen Bestattungspakete gelten ebenfalls eigene Leistungsgrenzen und Bedingungen. Insbesondere öffentlich beziehungsweise kommunal festgelegte Friedhofs-, Grab- und Beisetzungsgebühren können außerhalb bestimmter zugesagter Paketleistungen liegen, weshalb ein vermeintlicher Komplettpreis nicht automatisch sämtliche denkbaren Kosten abdeckt.

Zusatzbausteine und Erweiterungen

Neben den drei Tarifstufen gibt es Möglichkeiten, die Sterbevorsorge flexibler zu gestalten. Interessant sind vor allem die Flex-Option, automatische Erhöhungen, zusätzliche Einzahlungen und beim Premium-Tarif die optionalen Bestattungspakete.

Flex-Option

Mit der Flex-Option kann gegen einen zusätzlichen Beitrag eine Wahlmöglichkeit zum Ende der Beitragszahlungsdauer vereinbart werden. Versicherte können sich dann entweder das vorhandene Guthaben auszahlen lassen oder den lebenslangen Versicherungsschutz beitragsfrei weiterführen.

Eine Auszahlung verändert den Charakter der Vorsorge erheblich, weil der Versicherungsschutz anschließend endet. Wer diese Option wählt, sollte daher nicht nur auf das verfügbare Kapital schauen, sondern prüfen, ob die ursprünglich geplante Absicherung der späteren Bestattung weiterhin benötigt wird.

Automatische Erhöhung und Zuzahlungen

Bestattungskosten können über viele Jahre steigen, weshalb eine heute ausreichend erscheinende Versicherungssumme später möglicherweise weniger Spielraum bietet. Bei ERGO kann eine jährliche automatische Anpassung von Beiträgen und Versicherungsleistungen vereinbart werden.

Zusätzlich sind Zuzahlungen möglich, solange die tariflich zulässige maximale Versicherungssumme nicht überschritten wird. Vorgesehen sind bis zu zwei Zuzahlungen pro Jahr ab jeweils 500 Euro, wodurch bestehender finanzieller Spielraum für eine höhere Vorsorge genutzt werden kann.

Einmalbeitrag

Die Sterbegeldversicherung kann auch gegen einen Einmalbeitrag abgeschlossen werden. Diese Variante kann beispielsweise interessant sein, wenn bereits ein größerer Betrag vorhanden ist und nicht über viele Jahre monatlich eingezahlt werden soll.

Bei einer Einmalzahlung entfällt nach dem derzeitigen Produktkonzept die reguläre Aufbauzeit. Da sich Beitrag, Leistung und wirtschaftliche Attraktivität stark vom laufenden Beitragsmodell unterscheiden können, sollte ein entsprechendes Angebot gesondert durchgerechnet werden.

Bestattungspakete im Premium-Tarif

Nach Abschluss der Premium-Variante können optional drei Bestattungspakete gewählt werden. Zur Auswahl stehen „Klassisch“ mit 5.000 Euro, „Traditionell“ mit 7.500 Euro und „Exklusiv“ mit 10.000 Euro Versicherungssumme.

Je nach Paket unterscheiden sich unter anderem Ausgestaltung der Trauerfeier, Qualität von Sarg oder Urne und weitere organisatorische Leistungen. Möglich sind grundsätzlich Erd-, Feuer-, Wald- und Seebestattungen, wobei die konkreten Leistungen über einen spezialisierten Partner organisiert werden.

Diese Pakete sind vor allem für Menschen interessant, die bereits zu Lebzeiten viele Einzelheiten verbindlich festlegen möchten. Wer Angehörigen dagegen bewusst möglichst viel Entscheidungsfreiheit lassen möchte, kann eine frei verfügbare Versicherungssumme ohne ein solches Paket bevorzugen.

Was kostet die ERGO Sterbegeldversicherung?

Der Beitrag lässt sich nicht mit einem einzigen Preis angeben, weil mehrere persönliche und vertragliche Faktoren zusammenwirken. Besonders wichtig sind das Eintrittsalter, die gewünschte Versicherungssumme, die Tarifvariante und die Dauer der Beitragszahlung.

Für einen 60-jährigen Versicherten mit 5.000 Euro Versicherungssumme und einer Beitragszahlung bis zum Alter von 90 Jahren werden derzeit beispielsweise rund 27,02 Euro monatlich im Grundschutz, 27,92 Euro in Komfort und 31,93 Euro in Premium dargestellt. Dabei handelt es sich um Beispielberechnungen mit festgelegten Annahmen und nicht um allgemeingültige Beiträge.

Das Beispiel zeigt zugleich, warum ein Tarifvergleich innerhalb von ERGO sinnvoll sein kann. Der Unterschied zwischen Grundschutz und Komfort kann in einer konkreten Konstellation relativ klein sein, obwohl sich die Aufbauzeit von 36 auf 18 Monate halbiert.

Mit zunehmendem Eintrittsalter steigt der Beitrag normalerweise deutlich, da die statistische Wahrscheinlichkeit eines früheren Leistungsfalls zunimmt. Eine höhere Versicherungssumme oder eine kürzere Beitragszahlungsdauer erhöhen den Monatsbeitrag ebenfalls.

Vor Abschluss sollte deshalb nicht nur gefragt werden, welcher Monatsbeitrag gerade noch akzeptabel ist. Wichtig ist auch, wie viel über die geplante Beitragsdauer voraussichtlich eingezahlt wird und welchen konkreten Versicherungsschutz beziehungsweise welche Zusatzleistungen man dafür erhält.

Für wen kann die ERGO Sterbegeldversicherung interessant sein?

Das Angebot richtet sich insbesondere an Menschen ab 40 Jahren, die Bestattungs- und weitere unmittelbare Kosten nach ihrem Tod planbar absichern möchten. Der Verzicht auf Gesundheitsfragen kann dabei vor allem für Personen interessant sein, für die eine Versicherung mit ausführlicher Gesundheitsprüfung schwerer zugänglich wäre.

Komfort kann sich für Verbraucher anbieten, denen eine möglichst kurze Aufbauzeit wichtig ist, die aber keine umfangreichen Premium-Serviceleistungen benötigen. Der Unterschied von 18 statt 36 Monaten sollte insbesondere bei einem höheren Eintrittsalter in die Entscheidung einbezogen werden.

Premium richtet sich stärker an Menschen, die neben einer Todesfallleistung eine umfassendere Vorsorgelösung wünschen. Die höhere maximale Versicherungssumme, Pflegeleistung, vorgezogene Leistung bei schwerer Krankheit und zusätzliche Unterstützungsangebote können den Tarif für diesen Personenkreis interessanter machen.

Auch Alleinstehende können von einer Sterbegeldversicherung profitieren. Durch die Festlegung einer bezugsberechtigten Person lässt sich beispielsweise sicherstellen, dass eine Vertrauensperson oder ein mit der Organisation beauftragter Mensch über entsprechende finanzielle Mittel verfügt.

Für wen könnte ein anderer Anbieter besser passen?

Wer jünger als 40 Jahre ist, kann die ERGO Sterbevorsorge in ihrer aktuellen Form nicht als klassische laufende Sterbegeldversicherung abschließen. Auch für Menschen, die ihre Familie mit einer erheblich höheren Summe als 20.000 Euro absichern möchten, ist eine Sterbegeldversicherung dieses Typs nicht das passende Instrument.

Für eine umfangreiche Hinterbliebenenabsicherung, die beispielsweise Einkommen ersetzen, Immobilienkredite absichern oder Kinder finanziell schützen soll, kommt eher eine Risikolebensversicherung infrage. Dort sind deutlich höhere Versicherungssummen möglich, allerdings spielen Gesundheits- und Risikofragen normalerweise eine wesentlich größere Rolle.

Ein Marktvergleich ist außerdem sinnvoll, wenn eine besonders kurze oder vollständig entfallende Wartezeit bei normalem Todesfall entscheidend ist. Andere Versicherer können unterschiedliche Modelle bei Wartezeiten, Staffelungen, Eintrittsaltern und Versicherungssummen anbieten.

Auch sehr preisorientierte Verbraucher sollten verschiedene Angebote mit identischer Versicherungssumme vergleichen. Ein niedriger Monatsbeitrag ist allerdings nur dann wirklich günstiger, wenn Aufbauzeit, Beitragsdauer und garantierte Leistungen ebenfalls vergleichbar sind.

ERGO Sterbegeldversicherung im Vergleich

Im Marktvergleich fällt zunächst die klare Tarifstruktur mit drei Leistungsstufen auf. Grundschutz bietet die eigentliche Absicherung, Komfort verkürzt die Aufbauzeit und Premium ergänzt den Vertrag um höhere Versicherungssummen und zusätzliche Leistungen.

Gerade beim Vergleich von Sterbegeldversicherungen sollten Verbraucher deshalb nicht lediglich Monatsbeiträge nebeneinanderstellen. Eine Versicherung mit 20 Euro Beitrag und langer Wartezeit kann für den eigenen Bedarf weniger attraktiv sein als ein etwas teureres Angebot mit deutlich früherer voller Leistung.

Wichtige Vergleichsgrößen sind die garantierte Versicherungssumme, das maximale Eintrittsalter, die Aufbauzeit, die Leistung während dieser Zeit und die Regelung bei Unfalltod. Zusätzlich sollten Beitragszahlungsdauer, Rückkaufswert, Möglichkeiten zur Beitragsfreistellung und Leistungen zu Lebzeiten betrachtet werden.

ERGO positioniert sich mit Premium zudem stärker als Vorsorgelösung mit begleitenden Dienstleistungen. Ob dieser Mehrumfang den höheren Beitrag rechtfertigt, hängt davon ab, ob Leistungen wie Pflegeberatung, digitaler Nachlass oder Bestattungsorganisation tatsächlich genutzt werden sollen.

Worauf sollte man vor dem Abschluss achten?

Zunächst sollte die benötigte Versicherungssumme realistisch ermittelt werden. Neben Bestatter, Sarg oder Urne können beispielsweise Friedhofsgebühren, Grabstein, Trauerfeier, Wohnungsauflösung und laufende Kosten bis zur Vertragsbeendigung zusätzliche finanzielle Belastungen verursachen.

Ebenso wichtig ist die Aufbauzeit. Wer Komfort nur wegen eines geringfügig höheren Monatsbeitrags ausschließt, sollte berücksichtigen, dass der vollständige Versicherungsschutz dort bereits nach 18 statt nach 36 Monaten im Grundschutz besteht.

Die Beitragszahlungsdauer verdient ebenfalls Aufmerksamkeit. Ein niedriger Monatsbeitrag kann mit einer sehr langen Zahlungsphase verbunden sein, während eine kürzere Zahlungsdauer den laufenden Beitrag erhöht, dafür aber früher zu einer beitragsfreien Fortführung führen kann.

Schließlich sollte geregelt werden, wer das Bezugsrecht erhält. Gerade bei unverheirateten Paaren oder komplexen Familienverhältnissen ist es sinnvoll, die gewünschte Person bewusst festzulegen und diese Entscheidung bei späteren Veränderungen der Lebenssituation erneut zu überprüfen.

ERGO Sterbegeldversicherung kündigen und wechseln

Ein neu abgeschlossener Vertrag kann innerhalb der gesetzlichen beziehungsweise vertraglich vorgesehenen Widerrufsfrist widerrufen werden; ERGO nennt für die Sterbegeldversicherung derzeit 30 Tage. Laufende Verträge können grundsätzlich in Textform gekündigt werden, wobei der konkrete Beendigungszeitpunkt von der Vertragsgestaltung und dem jeweiligen Vertrag abhängen kann.

Bei einer Kündigung wird ein vorhandener Rückkaufswert ausgezahlt. Gerade in den ersten Vertragsjahren kann dieser jedoch unter der Summe der bis dahin eingezahlten Beiträge liegen, sodass eine vorschnelle Kündigung wirtschaftlich nachteilig sein kann.

Als Alternative kann je nach Vertrag eine Reduzierung der Todesfallleistung, eine Änderung der Zahlungsweise oder eine Beitragsfreistellung infrage kommen. Bei einer Beitragsfreistellung reduziert sich normalerweise auch die spätere Versicherungsleistung, weshalb die Konsequenzen vorher konkret berechnet werden sollten.

Wer zu einem anderen Anbieter wechseln möchte, sollte den bestehenden Vertrag nicht vorschnell beenden. Erst wenn Annahme, Versicherungsbeginn, Wartezeit und Leistungen des neuen Vertrags geklärt sind, lässt sich beurteilen, ob durch den Wechsel eine unerwünschte Absicherungslücke entsteht.

Stärken und mögliche Nachteile der ERGO Sterbegeldversicherung

Die ERGO Sterbevorsorge kombiniert eine klassische Todesfallleistung mit einer vergleichsweise differenzierten Tarifstruktur. Besonders die unterschiedlichen Aufbauzeiten und die umfangreicheren Premium-Leistungen ermöglichen es, den Schutz stärker an den eigenen Vorsorgewünschen auszurichten.

Stärken

  • Abschluss ohne Gesundheitsfragen
  • drei klar unterscheidbare Tarifvarianten
  • nur 18 Monate Aufbauzeit bei Komfort und Premium
  • bis zu 20.000 Euro Versicherungssumme in Premium
  • doppelte Versicherungssumme bei versichertem Unfalltod
  • flexible Festlegung eines Bezugsberechtigten
  • begrenzbare Beitragszahlungsdauer
  • zusätzliche Vorsorge- und Serviceleistungen
  • optionale Bestattungspakete im Premium-Tarif
  • Flex-Option und Möglichkeiten für Zuzahlungen

Mögliche Nachteile

  • 36 Monate Aufbauzeit im Grundschutz
  • volle reguläre Todesfallleistung während der Aufbauzeit nicht bei jeder Todesursache
  • maximal 15.000 Euro in Grundschutz und Komfort
  • maximal 20.000 Euro selbst im Premium-Tarif
  • umfangreiche Zusatzleistungen nur in Premium
  • Kündigung kann insbesondere in frühen Jahren finanzielle Verluste verursachen
  • Bestattungspakete decken nicht automatisch sämtliche kommunalen Gebühren ab

Wie ist die ERGO Sterbegeldversicherung insgesamt einzuordnen?

Die ERGO Sterbevorsorge bietet mehr Auswahl als ein Produkt mit lediglich einer einzigen Leistungsstufe. Besonders nachvollziehbar ist die Trennung zwischen einem günstigeren Grundschutz, dem auf eine kürzere Aufbauzeit ausgerichteten Komfort-Tarif und dem deutlich umfangreicheren Premium-Angebot.

Für viele Interessenten dürfte Komfort deshalb einen genaueren Blick verdienen. Die maximale Versicherungssumme entspricht dem Grundschutz, gleichzeitig reduziert sich die Aufbauzeit auf 18 Monate, sodass der Mehrbeitrag gegen den deutlich früheren vollständigen Schutz abgewogen werden kann.

Premium ist dagegen kein bloßer Tarif mit höherer Versicherungssumme. Pflegeleistung, vorgezogene Leistung bei schwerer Krankheit, Nachlass- und Beratungsservices sowie optionale Bestattungspakete verändern den Leistungsumfang deutlich.

Ob ERGO im individuellen Fall das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet, lässt sich daraus allerdings nicht ableiten. Eintrittsalter, gewünschte Summe, Beitragsdauer und persönliche Anforderungen können dazu führen, dass ein anderer Versicherer wirtschaftlich oder leistungsmäßig besser passt.

Fazit: Für wen lohnt sich die ERGO Sterbegeldversicherung?

Die ERGO Sterbegeldversicherung ist vor allem für Verbraucher ab 40 Jahren interessant, die für Bestattung und weitere Kosten nach ihrem Tod vorsorgen möchten, ohne Gesundheitsfragen beantworten zu müssen. Mit Versicherungssummen bis 15.000 beziehungsweise 20.000 Euro bewegt sich das Produkt klar im Bereich der Sterbe- und Bestattungsvorsorge und nicht der umfangreichen Hinterbliebenenabsicherung.

Innerhalb des Angebots ist insbesondere der Unterschied zwischen Grundschutz und Komfort interessant. Während wesentliche Grundleistungen vergleichbar sind, reduziert Komfort die Aufbauzeit von 36 auf 18 Monate, sodass der tatsächliche Mehrbeitrag für die eigene Konstellation geprüft werden sollte.

Premium bietet mit bis zu 20.000 Euro und zusätzlichen Leistungen bei Pflegebedürftigkeit beziehungsweise schwerer Krankheit den deutlich umfangreichsten Schutz. Dazu kommen Serviceleistungen und optional auswählbare Bestattungspakete, wodurch sich der Tarif besonders an Verbraucher richtet, die neben der finanziellen Absicherung möglichst viele organisatorische Fragen frühzeitig regeln möchten.

Trotz der nachvollziehbaren Tarifstruktur sollte die Entscheidung nicht ausschließlich innerhalb des ERGO Angebots getroffen werden. Beiträge, Aufbauzeiten, Versicherungssummen und Regelungen anderer Sterbegeldversicherungen können sich unterscheiden, weshalb ein Vergleich mit mehreren Tarifen vor dem Abschluss sinnvoll bleibt.

Häufige Fragen zur ERGO Sterbegeldversicherung

Bei der ERGO Sterbevorsorge entstehen besonders häufig Fragen zur Aufbauzeit, zur Höhe der Versicherungssumme und zur Leistung bei einem frühen Todesfall. Auch die Unterschiede zwischen Grundschutz, Komfort und Premium sowie die Möglichkeiten bei Kündigung und Beitragszahlung sollten vor Abschluss verstanden werden.

Welche Tarife bietet die ERGO Sterbegeldversicherung?

ERGO bietet die Sterbevorsorge derzeit als Grundschutz, Komfort und Premium an. Die wichtigsten Unterschiede betreffen die Aufbauzeit, die maximal wählbare Versicherungssumme und die zusätzlichen Leistungen.

Der Grundschutz besitzt eine Aufbauzeit von 36 Monaten, Komfort und Premium jeweils 18 Monate. Premium ermöglicht außerdem eine Versicherungssumme bis 20.000 Euro und enthält zusätzliche Leistungen und Services.

Was kostet die ERGO Sterbegeldversicherung?

Der Beitrag hängt insbesondere von Eintrittsalter, Versicherungssumme, Tarif und Beitragszahlungsdauer ab. Deshalb gibt es keinen einheitlichen Monatsbeitrag, der für alle Versicherten gilt.

Als aktuelles Beispiel werden für eine 60-jährige Person mit 5.000 Euro Versicherungssumme und Beitragszahlung bis 90 Jahre monatlich rund 27,02 Euro im Grundschutz, 27,92 Euro in Komfort und 31,93 Euro in Premium angesetzt. Der tatsächliche persönliche Beitrag kann davon deutlich abweichen.

Gibt es bei ERGO Gesundheitsfragen?

Für die ERGO Sterbevorsorge sind keine Gesundheitsfragen vorgesehen. Der Verzicht auf eine Gesundheitsprüfung wird durch die tarifabhängige Aufbauzeit ergänzt.

Diese beträgt im Grundschutz 36 Monate und bei Komfort sowie Premium 18 Monate. Für einen versicherten Unfalltod gelten besondere Regelungen, sodass die Aufbauzeit dort nicht in gleicher Weise greift.

Was passiert bei Tod während der Aufbauzeit?

Bei einem gewöhnlichen Todesfall innerhalb der Aufbauzeit wird nicht die komplette garantierte Versicherungssumme ausgezahlt. Die Bezugsberechtigten erhalten grundsätzlich die bis dahin eingezahlten Beiträge zurück.

Eine wichtige Ausnahme betrifft den versicherten Unfalltod. Dafür besteht ein besonderer Sofortschutz, und die vereinbarte Leistung wird nach den entsprechenden Tarifregelungen erhöht.

Wie hoch kann die Versicherungssumme sein?

Im Grundschutz und im Komfort-Tarif sind Versicherungssummen bis zu 15.000 Euro möglich. Premium erweitert die maximale Summe auf 20.000 Euro.

Wie hoch die Versicherungssumme tatsächlich gewählt werden sollte, hängt von den erwarteten Bestattungs- und Nebenkosten ab. Auch Haushaltsauflösung, Trauerfeier oder laufende Wohnkosten können bei der Planung berücksichtigt werden.

Kann die ERGO Sterbegeldversicherung online abgeschlossen werden?

Ein Online-Abschluss beziehungsweise eine Online-Beitragsberechnung ist grundsätzlich möglich. Daneben stehen Beratungsmöglichkeiten zur Verfügung, wenn Fragen zu Tarifwahl oder Vertragsgestaltung bestehen.

Nicht jede besondere Gestaltung muss zwingend vollständig über den Standard-Onlineabschluss möglich sein. Beispielsweise kann für bestimmte Zahlungsvarianten oder ergänzende Vereinbarungen eine Beratung sinnvoll beziehungsweise erforderlich sein.

Kann ich die ERGO Sterbegeldversicherung kündigen?

Ein laufender Vertrag kann grundsätzlich gekündigt werden, wobei die für den konkreten Vertrag geltenden Modalitäten beachtet werden sollten. Bei einer Kündigung wird ein vorhandener Rückkaufswert ausgezahlt.

Dieser Rückkaufswert kann vor allem in den ersten Jahren niedriger sein als die Summe der bereits eingezahlten Beiträge. Vor einer Kündigung sollte daher geprüft werden, ob Beitragsreduzierung oder Beitragsfreistellung wirtschaftlich günstiger sind.

Was ist der Unterschied zwischen Sterbegeld- und Risikolebensversicherung?

Eine Sterbegeldversicherung dient in erster Linie dazu, Bestattungs- und weitere unmittelbar nach dem Tod entstehende Kosten abzusichern. Die Versicherungssummen sind deshalb deutlich niedriger und der Versicherungsschutz ist grundsätzlich auf das ganze Leben ausgerichtet.

Eine Risikolebensversicherung wird dagegen häufig genutzt, um Partner, Kinder oder Immobilienfinanzierungen mit hohen Summen abzusichern. Wer mehrere Hunderttausend Euro Hinterbliebenenschutz benötigt, sollte daher nicht versuchen, diesen Bedarf über eine Sterbegeldversicherung abzudecken.

Lohnt sich die ERGO Sterbegeldversicherung?

Ob sich die ERGO Sterbegeldversicherung lohnt, hängt vom Eintrittsalter, der gewünschten Versicherungssumme und den persönlichen Vorsorgezielen ab. Besonders interessant können der Verzicht auf Gesundheitsfragen und die kurze Aufbauzeit von Komfort und Premium sein.

Eine pauschale Empfehlung wäre dennoch nicht sinnvoll. Vor dem Abschluss sollten der individuelle Gesamtbeitrag und die Leistungen mit anderen Sterbegeldversicherungen sowie gegebenenfalls mit alternativen Formen der Bestattungsvorsorge verglichen werden.

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