Wer sich für XTB Kryptowährungen interessiert, sollte deshalb zuerst klären, welches Ziel hinter dem Investment steht. Für aktives Trading auf steigende und fallende Kurse kann das Angebot interessant sein, während Anleger, die Bitcoin oder andere Kryptowährungen tatsächlich besitzen, auf ein eigenes Wallet übertragen oder langfristig ohne laufende CFD-Finanzierungskosten halten möchten, ein anderes Produkt benötigen.
XTB verbindet den Kryptohandel mit einer umfassenden Investment- und Trading-Plattform. Neben Krypto-CFDs lassen sich über dasselbe Konto beispielsweise Aktien, ETFs, Rohstoffe, Indizes und weitere Finanzinstrumente handeln, sodass der Broker insbesondere für Nutzer interessant sein kann, die unterschiedliche Märkte über eine zentrale Plattform beobachten und handeln möchten.
Allerdings gehört der CFD-Handel zu den risikoreichen Formen des Tradings. Der aktuelle Risikohinweis von XTB weist darauf hin, dass 77 Prozent der Kleinanlegerkonten beim CFD-Handel mit diesem Anbieter Geld verlieren. Gerade die Kombination aus starken Kursschwankungen bei Kryptowährungen und Hebelwirkung sollte deshalb nicht unterschätzt werden.
Was bietet XTB bei Kryptowährungen?
Das Krypto-Angebot von XTB ist in erster Linie auf den Handel mit Kursbewegungen ausgerichtet. Aktuell stehen mehr als 30 CFDs auf Krypto-Assets zur Verfügung, wobei neben großen Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum auch zahlreiche Altcoins abgedeckt werden.
Bei einem Krypto-CFD wird nicht die zugrunde liegende Kryptowährung gekauft. Stattdessen entsteht ein Vertrag, dessen Wertentwicklung sich am Kurs des jeweiligen Krypto-Assets orientiert. Dadurch benötigt der Trader weder eine eigene Wallet noch Private Keys und kann die Coins auch nicht an eine externe Wallet übertragen.
Ein wesentlicher Unterschied zum klassischen Kryptokauf besteht außerdem darin, dass sowohl Long- als auch Short-Positionen möglich sind. Trader können damit grundsätzlich sowohl auf steigende als auch auf fallende Kurse setzen, was XTB stärker als Trading-Plattform und weniger als klassische Kryptobörse positioniert.
Für deutsche Privatkunden werden Krypto-CFDs mit einem maximalen Hebel von 1:2 angeboten. Die erforderliche Margin beträgt bei den entsprechenden Instrumenten damit grundsätzlich 50 Prozent des Positionswertes, wodurch bereits kleinere Kursbewegungen einen deutlich größeren Einfluss auf das eingesetzte Kapital haben können.
Welche Kryptowährungen können bei XTB gehandelt werden?
Das Angebot umfasst inzwischen deutlich mehr als lediglich Bitcoin und Ethereum. XTB spricht aktuell von mehr als 30 Krypto-CFDs, wobei sich die verfügbare Instrumentenliste im Laufe der Zeit verändern kann und deshalb unmittelbar vor einem Trade erneut geprüft werden sollte.
Zu den bekannten verfügbaren Basiswerten gehören beispielsweise Bitcoin, Ethereum, XRP, Litecoin, Cardano und Solana. Darüber hinaus finden sich auch CFDs auf kleinere beziehungsweise stärker spezialisierte Krypto-Assets wie Uniswap, Tron oder Kyber Network.
Bitcoin und Ethereum als Kern des Angebots
Bitcoin und Ethereum gehören zu den wichtigsten Krypto-CFDs bei XTB und weisen gegenüber vielen kleineren Coins vergleichsweise niedrige ausgewiesene Mindestspreads auf. Beim Bitcoin-CFD beginnt der Mindestspread aktuell bei 0,22 Prozent des Marktpreises, beim Ethereum-CFD bei 0,25 Prozent.
Beide Instrumente werden mit 50 Prozent Margin beziehungsweise einem Hebel von 1:2 für Privatkunden angeboten. Eine zusätzliche Handelskommission wird für diese CFDs im Standardkonto nicht ausgewiesen, sodass der Spread einen wesentlichen Teil der unmittelbaren Handelskosten ausmacht.
Altcoins erweitern die Auswahl
Neben den beiden großen Kryptowährungen können zahlreiche Altcoins gehandelt werden. Dazu zählen beispielsweise Litecoin, XRP, Cardano, Solana, Uniswap und Tron, wobei sich Liquidität, Volatilität und Handelskosten zwischen den einzelnen Basiswerten erheblich unterscheiden können.
Das zeigt sich besonders beim Spread. Während für Litecoin aktuell beispielsweise ein Mindestspread von 0,45 Prozent ausgewiesen wird, liegen die Mindestspreads bei Uniswap bei 2,00 Prozent und bei Tron oder Kyber bei 2,50 Prozent des Marktpreises. Ein vermeintlich attraktiver Altcoin-Trade kann dadurch bereits beim Einstieg deutlich höhere Kosten verursachen als eine Position in Bitcoin oder Ethereum.
Wie funktionieren XTB Krypto-CFDs?
Bei einem Krypto-CFD entscheidet sich der Trader zunächst für eine Positionsgröße und anschließend für die erwartete Kursrichtung. Eine Long-Position profitiert grundsätzlich von steigenden Kursen, während eine Short-Position auf einen fallenden Kurs des zugrunde liegenden Krypto-Assets ausgerichtet ist.
Der tatsächliche Gewinn oder Verlust wird dabei von der Kursveränderung, der Positionsgröße und den anfallenden Handelskosten beeinflusst. Weil eine Margin von 50 Prozent genügt, um eine Krypto-CFD-Position zu eröffnen, wirkt die Kursbewegung auf ein gegenüber dem hinterlegten Kapital größeres Marktengagement.
Hebel von 1:2 und 50 Prozent Margin
Ein Hebel von 1:2 bedeutet vereinfacht, dass für eine Position mit einem Marktwert von beispielsweise 2.000 Euro grundsätzlich 1.000 Euro Margin erforderlich wären. Eine Kursbewegung von fünf Prozent wirkt sich jedoch auf den gesamten Positionswert von 2.000 Euro und nicht lediglich auf die hinterlegte Margin aus.
Der Hebel verstärkt deshalb Gewinne und Verluste gleichermaßen. Gerade bei Kryptowährungen, deren Kurse innerhalb kurzer Zeit erheblich schwanken können, sollte die mögliche Verlusthöhe vor dem Öffnen einer Position betrachtet werden und nicht erst dann, wenn der Markt bereits gegen die Position läuft.
Long und Short handeln
Ein Vorteil von CFDs gegenüber dem direkten Coin-Kauf ist die Möglichkeit, unkompliziert unterschiedliche Marktrichtungen abzubilden. Wer einen steigenden Bitcoin-Kurs erwartet, kann eine Long-Position eröffnen, während bei einer erwarteten Abwärtsbewegung grundsätzlich auch eine Short-Position möglich ist.
Das erweitert die möglichen Trading-Strategien, macht das Instrument aber nicht automatisch einfacher. Insbesondere Short-Positionen in sehr volatilen Märkten können sich innerhalb kurzer Zeit erheblich gegen den Trader bewegen, weshalb Positionsgröße und Risikomanagement entscheidend bleiben.
Stop Loss, Take Profit und Pending Orders
Über die XTB-Plattform stehen verschiedene Werkzeuge zur Positionssteuerung zur Verfügung. Dazu gehören unter anderem Stop-Loss-Orders, Take-Profit-Orders und Pending Orders, mit denen ein Einstieg oder Ausstieg bei vorgegebenen Kursniveaus geplant werden kann.
Eine Stop-Loss-Order begrenzt das Risiko allerdings nicht in jeder Marktsituation auf einen centgenau vorhersehbaren Betrag. Bei schnellen Kursbewegungen, Kurslücken oder eingeschränkter Liquidität kann sich der tatsächliche Ausführungskurs vom gewünschten Niveau unterscheiden.
XTB Kryptowährungen Kosten: Welche Gebühren fallen an?
Beim Vergleich der XTB Kryptowährungen sollte nicht allein danach gefragt werden, ob eine klassische Orderprovision anfällt. Bei CFDs entstehen relevante Kosten vor allem über den Spread, mögliche Finanzierungskosten und gegebenenfalls die Währungsumrechnung.
Das deutsche Standardkonto von XTB sieht für den CFD-Handel grundsätzlich keine zusätzliche Orderkommission vor. Das bedeutet jedoch nicht, dass der Handel kostenlos ist, denn insbesondere der Unterschied zwischen Kauf- und Verkaufskurs kann die Wirtschaftlichkeit einer Position deutlich beeinflussen.
Spread als wichtigste unmittelbare Handelskosten
Der Spread bezeichnet die Differenz zwischen dem Kaufkurs und dem Verkaufskurs eines Instruments. Eine neu eröffnete Position beginnt deshalb üblicherweise zunächst mit einem entsprechenden rechnerischen Minus, bevor eine positive Kursbewegung diesen Unterschied ausgleichen kann.
Bei XTB beginnen die Spreads für Krypto-CFDs aktuell bei 0,22 Prozent des Marktpreises. Dieser Wert gilt nicht pauschal für sämtliche Kryptowährungen und sollte nicht als garantierter Spread verstanden werden, da sich die tatsächlichen Konditionen nach Instrument und Marktsituation unterscheiden können.
Finanzierungskosten bei längerer Haltedauer
Wer einen CFD über den Handelstag hinaus hält, muss mögliche Swap- beziehungsweise Overnight-Finanzierungskosten berücksichtigen. Die konkreten Werte können sich verändern und unterscheiden sich nach Instrument, Positionsrichtung und aktuellen Finanzierungsbedingungen.
Gerade bei Positionen, die über Wochen oder Monate gehalten werden sollen, können solche laufenden Kosten zunehmend ins Gewicht fallen. Deshalb sollte ein Krypto-CFD nicht allein anhand des Einstiegsspreads mit einem direkten Coin-Kauf oder einem langfristig ausgerichteten Krypto-Wertpapier verglichen werden.
Währungsumrechnung kann zusätzliche Kosten verursachen
Wird ein Instrument in einer anderen Währung als der Kontowährung gehandelt, können zusätzlich Währungsumrechnungskosten entstehen. XTB weist für CFD-Konvertierungen bei Geschäften in anderen Währungen aktuell Kosten von 0,5 Prozent aus.
Bei häufigem Trading können auch vermeintlich kleine prozentuale Kosten einen spürbaren Einfluss auf das Ergebnis haben. Vor der Konto- und Instrumentenauswahl lohnt es sich deshalb, sowohl die Kontowährung als auch die Notierungswährung der bevorzugten Märkte zu berücksichtigen.
Handelszeiten der XTB Kryptowährungen
Kryptowährungen selbst werden auf den weltweiten Kryptomärkten rund um die Uhr gehandelt. Daraus sollte jedoch nicht automatisch geschlossen werden, dass jeder Krypto-CFD bei jedem Broker ohne Unterbrechung sieben Tage pro Woche handelbar ist.
Für Bitcoin, Ethereum und mehrere weitere XTB-Krypto-CFDs wird aktuell beispielsweise eine Handelszeit von Samstag 16:00 Uhr bis Freitag 22:00 Uhr ausgewiesen. Damit steht ein sehr umfangreiches Zeitfenster einschließlich des Wochenendes zur Verfügung, es existiert jedoch eine Unterbrechung zwischen Freitagabend und Samstagnachmittag.
Die konkrete Handelszeit sollte vor einer Position direkt beim jeweiligen Instrument überprüft werden. Das ist insbesondere deshalb wichtig, weil der zugrunde liegende Kryptomarkt während einer CFD-Handelspause weiterlaufen kann und sich daraus beim nächsten handelbaren Kurs deutliche Veränderungen ergeben können.
Wichtige Grenzen und Risiken bei XTB Kryptowährungen
Die wichtigste Einschränkung besteht darin, dass ein Krypto-CFD kein Eigentum an Bitcoin, Ethereum oder einem anderen Coin vermittelt. Wer eine Position im Bitcoin-CFD hält, besitzt deshalb keine Bitcoin und kann sie weder auf ein Hardware-Wallet übertragen noch damit eine Blockchain-Transaktion durchführen.
Auch Funktionen wie eigene Verwahrung, Nutzung eines Private Keys, direkte On-Chain-Transaktionen oder klassisches Staking der gekauften Coins gehören nicht zum Krypto-CFD. Wer genau diese Eigenschaften von Kryptowährungen nutzen möchte, benötigt eine Plattform, über die echte Coins gekauft und gegebenenfalls ausgezahlt werden können.
Hinzu kommt das hohe Marktrisiko. Kryptokurse können bereits ohne Hebel massiv schwanken, während ein CFD-Hebel die Wirkung dieser Bewegungen auf das eingesetzte Kapital verstärkt. Der Negativsaldoschutz für Privatkunden verhindert zwar grundsätzlich, dass das Handelskonto durch CFD-Verluste ins Minus rutscht, schützt aber nicht vor dem vollständigen Verlust des dafür eingesetzten Kontoguthabens.
Auch ein Stop Loss ersetzt kein konsequentes Risikomanagement. Schnelle Bewegungen, veränderte Spreads oder eine geringe Marktliquidität können dazu führen, dass eine Position zu einem ungünstigeren Kurs geschlossen wird als ursprünglich erwartet.
Krypto-ETNs und Krypto-Aktien als Alternativen bei XTB
XTB beschränkt den indirekten Zugang zum Kryptomarkt nicht ausschließlich auf CFDs. Über das reguläre Wertpapierangebot sind zusätzlich einzelne börsengehandelte Produkte mit Kryptobezug sowie Aktien von Unternehmen verfügbar, deren Geschäft stark mit Blockchain und Kryptowährungen verbunden ist.
Diese Instrumente funktionieren jedoch anders als Krypto-CFDs und sollten nicht miteinander vermischt werden. Je nach Produkt entstehen andere Risiken, Kosten und Haltedauer-Eigenschaften, weshalb zunächst entschieden werden sollte, ob kurzfristiges Trading oder ein längerfristiges Investment im Vordergrund steht.
Krypto-ETNs
Im Instrumentenangebot finden sich beispielsweise börsengehandelte Krypto-ETNs. Solche Wertpapiere können die Wertentwicklung bestimmter Kryptowährungen oder entsprechender Strategien abbilden, ohne dass der Anleger selbst Coins in einer Wallet verwalten muss.
Ein ETN ist allerdings ebenfalls nicht mit direktem Coin-Besitz gleichzusetzen. Zusätzlich zum Kursrisiko des jeweiligen Krypto-Assets müssen unter anderem die Produktstruktur, laufende Kosten und das Emittentenrisiko des Wertpapiers geprüft werden.
Aktien mit Kryptobezug
Eine weitere indirekte Möglichkeit sind Aktien von Unternehmen, deren Geschäft mit Kryptobörsen, Mining, Blockchain-Technologie oder digitalen Vermögenswerten verbunden ist. Ihre Kursentwicklung kann stark vom Kryptomarkt beeinflusst werden, hängt jedoch gleichzeitig von den wirtschaftlichen Aussichten des jeweiligen Unternehmens ab.
Eine Krypto-Aktie bildet deshalb den Bitcoin- oder Ethereum-Kurs nicht eins zu eins ab. Für Anleger kann sie eine interessante Ergänzung sein, sie ersetzt aber weder den direkten Coin-Kauf noch ein Derivat auf den jeweiligen Kryptokurs.
Sicherheit und Regulierung bei XTB
XTB S.A. German Branch hat ihren Sitz in Berlin, ist bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht registriert und unterliegt grundsätzlich der Aufsicht der polnischen Finanzaufsichtsbehörde KNF. Kundengelder werden getrennt vom Firmenvermögen verwahrt, wobei je nach Art des Guthabens beziehungsweise Investments unterschiedliche Sicherungsmechanismen relevant sein können.
Für Privatkunden besteht beim CFD-Handel zudem Negativsaldoschutz. Dieser schützt davor, aufgrund von CFD-Verlusten mehr als das verfügbare Kontoguthaben zu verlieren, darf jedoch nicht mit einem Schutz vor Kursverlusten verwechselt werden.
Regulierung und Kundengeldschutz können das Risiko eines unseriösen oder unregulierten Anbieters reduzieren. Sie verändern jedoch weder die hohe Volatilität von Kryptowährungen noch das Verlustrisiko eines gehebelten Krypto-CFDs.
Für wen können XTB Kryptowährungen interessant sein?
Das Angebot richtet sich vor allem an Nutzer, die Kryptowährungen aktiv handeln möchten und keinen direkten Coin-Besitz benötigen. Wer bereits Aktien, ETFs, Indizes oder andere Märkte bei XTB beobachtet, kann den Kryptohandel dabei in dieselbe Plattform integrieren.
Interessant kann das Angebot außerdem für Trader sein, die sowohl auf steigende als auch auf fallende Kryptokurse reagieren möchten. Die Short-Möglichkeit und die integrierten Order- und Risikomanagementfunktionen unterscheiden einen CFD-Broker deutlich von einer einfachen Buy-and-Hold-Lösung für echte Coins.
Auch Nutzer, die sich nicht mit Wallets, Seed-Phrases oder der technischen Verwahrung von Kryptowährungen beschäftigen möchten, können die CFD-Struktur als unkomplizierter empfinden. Dafür verzichten sie jedoch vollständig auf Eigentum am jeweiligen Krypto-Asset und akzeptieren die spezifischen Kosten und Risiken eines Derivats.
Für wen könnte eine andere Kryptoplattform besser passen?
Wer Bitcoin, Ethereum oder andere Kryptowährungen langfristig kaufen und tatsächlich besitzen möchte, sollte XTB Krypto-CFDs nicht mit einem klassischen Kryptokauf verwechseln. Für diesen Zweck kann eine regulierte Kryptobörse oder ein anderer Anbieter mit echtem Coin-Handel und Wallet-Auszahlung besser zum gewünschten Nutzungsprofil passen.
Das gilt besonders für Nutzer, die ihre Coins auf einem eigenen Hardware-Wallet verwahren, Kryptowährungen übertragen oder im jeweiligen Blockchain-Ökosystem einsetzen möchten. Auch Anleger mit einem sehr langen Anlagehorizont sollten die laufenden Finanzierungskosten eines CFDs mit alternativen Anlageformen vergleichen.
Eine andere Plattform kann ebenfalls interessanter sein, wenn eine besonders große Auswahl kleiner Altcoins gesucht wird. Mehr als 30 Krypto-CFDs bieten bereits eine ordentliche Auswahl für einen klassischen Broker, reichen jedoch nicht an spezialisierte Kryptobörsen mit teilweise mehreren hundert handelbaren Coins und Token heran.
XTB Kryptowährungen im Vergleich
Bei einem Vergleich sollte zunächst die Produktart und erst danach der Preis betrachtet werden. Ein Krypto-CFD, ein echter Coin und ein Krypto-ETN können zwar alle von einer ähnlichen Kursbewegung profitieren oder verlieren, unterscheiden sich aber grundlegend bei Eigentum, Kosten, Hebel, Verwahrung und möglichen Einsatzmöglichkeiten.
XTB punktet insbesondere mit der Verbindung verschiedener Anlageklassen auf einer Plattform, Long- und Short-Handel sowie einem umfangreichen Angebot an Krypto-CFDs. Eine Kryptobörse hat dagegen häufig Vorteile beim direkten Eigentum, bei Wallet-Transfers, On-Chain-Funktionen und einer besonders großen Coin-Auswahl.
Für einen sinnvollen XTB Kryptowährungen Vergleich sollten deshalb mindestens Spread, Swap-Kosten, Handelszeiten, verfügbare Coins, Hebel, Kontowährung und gewünschte Haltedauer berücksichtigt werden. Wer nur anhand einer vermeintlich fehlenden Orderprovision vergleicht, lässt einen wesentlichen Teil der tatsächlichen CFD-Kosten außer Acht.
Worauf sollte man vor dem Handel achten?
Vor dem ersten Krypto-Trade sollte eindeutig geklärt sein, welches Produkt tatsächlich gekauft beziehungsweise gehandelt wird. Besonders problematisch wäre es, einen Bitcoin-CFD in der Annahme zu eröffnen, echte Bitcoin zu erwerben, denn beide Produkte erfüllen trotz derselben Kursreferenz vollkommen unterschiedliche Zwecke.
Ebenso wichtig ist ein Blick auf den konkreten Spread und die aktuellen Swap-Sätze des gewünschten Instruments. Gerade bei kleineren Altcoins können die Handelskosten deutlich höher sein als bei Bitcoin oder Ethereum, während sich Overnight-Kosten bei längerer Haltedauer zunehmend bemerkbar machen können.
Auch die Positionsgröße sollte nicht ausschließlich danach gewählt werden, welche Margin technisch erforderlich ist. Die maximale verfügbare Hebelwirkung auszunutzen, kann bei einem volatilen Markt zu einem erheblichen Klumpenrisiko führen, obwohl das Konto die Position zunächst zulässt.
Schließlich sollte geklärt werden, wie eine Position im Verlustfall geschlossen werden soll. Stop Loss, Take Profit und andere Orderfunktionen können dabei helfen, ersetzen aber keine vorher definierte Risikogrenze und keine realistische Einschätzung möglicher Kursschwankungen.
XTB Konto kündigen und Krypto-Handel beenden
Wer lediglich keine Kryptowährungen mehr über XTB handeln möchte, muss nicht zwangsläufig das gesamte Konto kündigen. Offene Krypto-CFD-Positionen können geschlossen werden, während das Handelskonto für andere verfügbare Finanzinstrumente bestehen bleibt.
Soll der Vertrag mit XTB vollständig beendet werden, kann die Vertragsauflösung aktuell direkt über die mobile App angestoßen werden. Vor dem Antrag sollten sämtliche offenen Positionen geschlossen und vorhandene Restguthaben vom Handelskonto entfernt beziehungsweise ausgezahlt werden.
Ein einzelnes Handelskonto kann ebenfalls geschlossen werden, während der grundsätzliche Vertrag bestehen bleibt. Hierfür ist aktuell eine Kontaktaufnahme mit dem Kundenservice vorgesehen, während für die vollständige Vertragsauflösung insbesondere die entsprechende Funktion innerhalb der App zur Verfügung steht.
Für die Vertragsauflösung wird keine eigene Gebühr erhoben. Auch das Offenhalten eines ansonsten ungenutzten Kontos ist nach dem aktuellen Gebührenmodell nicht mit einer Inaktivitätsgebühr verbunden.
Stärken und mögliche Nachteile der XTB Kryptowährungen
XTB verfolgt beim Kryptohandel einen klaren Broker-Ansatz und konkurriert dadurch nicht eins zu eins mit klassischen Kryptobörsen. Die Stärken liegen vor allem im aktiven Trading und in der Einbindung der Krypto-CFDs in ein breites Finanzmarktangebot, während die größten Einschränkungen aus der CFD-Struktur selbst entstehen.
Stärken
- Mehr als 30 Krypto-CFDs mit Bitcoin, Ethereum und zahlreichen Altcoins
- Long- und Short-Positionen auf steigende und fallende Kurse möglich
- Keine separate CFD-Orderkommission im Standardkonto
- Bitcoin-Mindestspread aktuell ab 0,22 Prozent des Marktpreises
- Hebel und Margin transparent je Instrument dargestellt
- Negativsaldoschutz für Privatkunden
- Umfangreiche Web- und Mobile-Plattform mit Stop Loss und Take Profit
- Krypto-, Aktien-, ETF- und weitere Märkte über eine zentrale Plattform
Mögliche Nachteile
- Keine echten Coins beim Handel der Krypto-CFDs
- Keine Übertragung von CFD-Positionen auf eine Krypto-Wallet
- Hebelwirkung erhöht das Verlustrisiko
- Overnight-Finanzierungskosten können längere Haltedauern verteuern
- Spreads kleinerer Altcoins können erheblich höher ausfallen
- Coin-Auswahl geringer als bei großen spezialisierten Kryptobörsen
- Kein klassisches On-Chain-Staking oder direkter Einsatz der Coins über einen Krypto-CFD
- Der aktuelle Risikohinweis zeigt einen hohen Anteil verlustreicher CFD-Kleinanlegerkonten
XTB Kryptowährungen Erfahrungen: Was sollte man berücksichtigen?
Erfahrungsberichte zu XTB können Hinweise auf Bedienung, Plattformfunktionen oder den Kundenservice geben, sollten aber nicht mit einer objektiven Bewertung des Krypto-Angebots verwechselt werden. Einzelne positive oder negative Nutzerberichte sagen wenig darüber aus, ob ein bestimmtes Krypto-CFD für die eigene Strategie geeignet ist.
Wichtiger sind überprüfbare Kriterien wie Spread, Swap-Kosten, Instrumentenauswahl, Handelszeiten, Hebel und Produktart. Gerade beim Kryptohandel sollte eine Entscheidung deshalb nicht auf Sternebewertungen oder einzelnen Erfahrungsberichten beruhen, sondern auf den tatsächlich geltenden Handelsbedingungen.
Wie sind XTB Kryptowährungen insgesamt einzuordnen?
XTB bietet ein vergleichsweise umfangreiches Krypto-CFD-Angebot innerhalb einer klassischen Multi-Asset-Trading-Plattform. Besonders interessant ist die Kombination aus mehr als 30 Basiswerten, Long- und Short-Handel, reguliertem Brokerumfeld und der Möglichkeit, parallel auch andere Finanzmärkte über dasselbe Konto zu handeln.
Das Angebot ist dagegen keine vollwertige Alternative zu einer Kryptobörse für Nutzer, die tatsächliche Coins besitzen möchten. Wer Bitcoin langfristig auf einem eigenen Wallet halten oder Kryptowährungen innerhalb ihrer jeweiligen Blockchain verwenden möchte, erhält diese Möglichkeiten über die Krypto-CFDs nicht.
Die Kosten können bei großen Kryptowährungen vergleichsweise übersichtlich beginnen, müssen aber instrumentbezogen betrachtet werden. Gerade bei Altcoins und längeren Haltedauern können höhere Spreads und laufende Finanzierungskosten entscheidend dafür sein, ob ein CFD zur geplanten Strategie passt.
Fazit: Für wen lohnt sich XTB für Kryptowährungen?
XTB kann für aktive Trader interessant sein, die auf Kryptowährungen spekulieren möchten, ohne Coins selbst zu verwahren. Mehr als 30 Krypto-CFDs, die Möglichkeit für Long- und Short-Positionen sowie die Integration in eine umfassende Investment-Plattform schaffen dafür eine solide Auswahl.
Besonders bei Bitcoin und Ethereum beginnen die ausgewiesenen Mindestspreads aktuell auf einem deutlich niedrigeren Niveau als bei vielen kleineren Altcoins. Entscheidend bleiben jedoch die tatsächlich angezeigten Konditionen beim Trade sowie mögliche Swap- und Währungsumrechnungskosten.
Für den langfristigen Aufbau eines eigenen Coin-Bestands ist das Angebot dagegen nur eingeschränkt passend. Ein Bitcoin-CFD ist kein Bitcoin, kann nicht auf ein Wallet übertragen werden und verursacht bei längerer Haltedauer potenziell Finanzierungskosten, die beim direkten Besitz in dieser Form nicht entstehen.
Wer XTB Kryptowährungen mit anderen Anbietern vergleicht, sollte deshalb zuerst die gewünschte Produktart festlegen. Für aktives CFD-Trading kann XTB interessant sein, für echten Coin-Besitz sollte zusätzlich eine regulierte Kryptobörse beziehungsweise eine andere passende Anlageform betrachtet werden.
Häufige Fragen zu XTB Kryptowährungen
Bei XTB Kryptowährungen drehen sich viele Fragen um einen zentralen Unterschied: Gehandelt werden hauptsächlich Krypto-CFDs und nicht die jeweiligen Coins selbst. Daneben spielen Kosten, Hebel, Handelszeiten, Wallets und die Frage eine Rolle, für welchen Anlagehorizont die Produkte geeignet sein können.
Kann man bei XTB echte Kryptowährungen kaufen?
Über die angebotenen Krypto-CFDs werden keine echten Bitcoin, Ethereum oder anderen Coins erworben. Der Trader handelt lediglich die Kursentwicklung des zugrunde liegenden Krypto-Assets und wird nicht Eigentümer der Kryptowährung.
Welche Kryptowährungen bietet XTB an?
XTB bietet aktuell mehr als 30 CFDs auf Krypto-Assets an. Dazu gehören unter anderem Bitcoin, Ethereum, XRP, Litecoin, Cardano, Solana, Uniswap und Tron, wobei sich die verfügbare Instrumentenauswahl ändern kann.
Was kostet der Kryptohandel bei XTB?
Beim CFD-Handel im Standardkonto wird grundsätzlich keine zusätzliche Orderkommission berechnet, dafür entstehen Kosten insbesondere über den Spread. Zusätzlich können bei über Nacht gehaltenen Positionen Swap-Kosten und bei notwendigen Währungsumrechnungen weitere Kosten anfallen.
Wie hoch ist der Spread bei Bitcoin und Ethereum?
Der ausgewiesene Mindestspread des Bitcoin-CFDs beginnt aktuell bei 0,22 Prozent des Marktpreises. Beim Ethereum-CFD liegt der ausgewiesene Mindestspread aktuell bei 0,25 Prozent, wobei es sich jeweils um Mindestwerte und nicht um jederzeit garantierte feste Spreads handelt.
Welchen Hebel haben XTB Krypto-CFDs?
Für Privatkunden beträgt der Hebel bei den entsprechenden Krypto-CFDs grundsätzlich 1:2, was einer Marginanforderung von 50 Prozent entspricht. Der Hebel verstärkt sowohl mögliche Gewinne als auch Verluste und ist deshalb insbesondere bei stark schwankenden Kryptowährungen relevant.
Kann man bei XTB auf fallende Kryptokurse setzen?
Ja, über Krypto-CFDs können grundsätzlich sowohl Long- als auch Short-Positionen eröffnet werden. Dadurch lässt sich sowohl auf steigende als auch auf fallende Kurse spekulieren, ohne dass der zugrunde liegende Coin tatsächlich gekauft werden muss.
Benötigt man bei XTB eine Krypto-Wallet?
Für den Handel der Krypto-CFDs wird keine Wallet benötigt, da keine Coins übertragen oder verwahrt werden. Gleichzeitig bedeutet das, dass die über einen CFD abgebildeten Kryptowährungen nicht an ein eigenes Hardware- oder Software-Wallet ausgezahlt werden können.
Kann man XTB Kryptowährungen am Wochenende handeln?
Mehrere Krypto-CFDs können auch am Wochenende gehandelt werden. Bei Bitcoin und Ethereum wird aktuell beispielsweise ein Handelszeitfenster von Samstag 16:00 Uhr bis Freitag 22:00 Uhr angegeben, weshalb die genaue Zeit für das jeweilige Instrument geprüft werden sollte.
Ist XTB für Kryptowährungen sicher?
XTB S.A. German Branch ist bei der BaFin registriert und unterliegt grundsätzlich der Aufsicht der polnischen KNF, außerdem werden Kundengelder getrennt vom Firmenvermögen verwahrt. Diese regulatorischen Rahmenbedingungen beseitigen jedoch weder das Kursrisiko von Kryptowährungen noch das zusätzliche Verlustrisiko gehebelter CFDs.
Kann man den Kryptohandel bei XTB erst mit einem Demokonto testen?
XTB stellt ein Demokonto zur Verfügung, über das sich die Plattform und der CFD-Handel zunächst mit virtuellem Kapital kennenlernen lassen. Ein Demokonto kann die technische Bedienung vermitteln, bildet psychologische Faktoren und sämtliche Bedingungen eines Handels mit eigenem Kapital jedoch nicht vollständig ab.