Zahlst du zu viel für den Mietwagen? So erkennst du eine teure Buchung

Ob dein Mietwagen wirklich günstig ist, zeigt sich erst bei den Gesamtkosten. So prüfst du Preis, Versicherung, Kaution, Extras und Mietbedingungen richtig.

Ein Mietwagen für 25 Euro am Tag klingt günstiger als ein Angebot für 38 Euro. Ob du mit dem vermeintlichen Schnäppchen tatsächlich besser fährst, lässt sich aus dem Tagespreis allein jedoch kaum erkennen. Vollkaskoschutz, Selbstbeteiligung, Tankregelung, Zusatzfahrer, Kilometerbegrenzung, Kaution, Einweggebühren und kostenpflichtige Extras können den Unterschied zwischen einem guten Angebot und einer überraschend teuren Buchung ausmachen.

Hinzu kommt, dass Mietwagenpreise wesentlich stärker schwanken können als viele andere Reisekosten. Abholort, Reisezeit, Nachfrage, Fahrzeugklasse, Mietdauer und Buchungszeitpunkt beeinflussen den Preis. Ein Betrag, der an einem Wochenende teuer erscheint, kann während der Ferienzeit am selben Flughafen durchaus attraktiv sein. Umgekehrt ist ein außergewöhnlich niedriger Grundpreis nicht automatisch ein Hinweis auf ein besonders gutes Angebot.

Wer wissen möchte, ob er für einen Mietwagen zu viel bezahlt, sollte deshalb nicht nach einer universellen Preisgrenze suchen. Entscheidend ist vielmehr, welche Gesamtkosten für die tatsächlich benötigte Leistung entstehen und welches finanzielle Risiko während der Mietdauer beim Fahrer verbleibt. Genau dabei hilft der folgende Kosten-Check.

Inhaltsverzeichnis

Zahlst du zu viel für den Mietwagen? Der schnelle Kosten-Check

Eine erste Einschätzung ist häufig schon möglich, bevor du mehrere Angebote im Detail vergleichst. Besonders auffällig sind Buchungen, bei denen ein zunächst günstiger Mietpreis durch Zusatzkosten, eine hohe Selbstbeteiligung oder ungünstige Bedingungen deutlich an Attraktivität verliert.

 

Auch ein älteres Angebot muss nicht automatisch schlecht sein. Bei Mietwagen lohnt sich allerdings häufig ein erneuter Preisvergleich, sofern die bestehende Buchung kostenfrei oder günstig stornierbar ist. Preise können sich bis zum Reisetermin in beide Richtungen verändern, sodass eine regelmäßige Prüfung vor allem bei früh gebuchten Reisen interessant sein kann.

Warnsignal Warum du genauer hinschauen solltest
Sehr niedriger Tagespreis Wichtige Leistungen oder Versicherungen könnten fehlen
Hohe Selbstbeteiligung Im Schadenfall bleibt ein erhebliches finanzielles Risiko
Unklare Tankregelung Tankservice und Kraftstoffpauschalen können teuer werden
Wenige Inklusivkilometer Mehrkilometer können den Gesamtpreis deutlich erhöhen
Zusatzfahrer kostet extra Bei längeren Reisen können erhebliche Zusatzkosten entstehen
Hohe Flughafengebühren Stationen außerhalb des Flughafens können günstiger sein
Unklare Kautionsbedingungen Eine ungeeignete Karte kann sogar zur Nichtübergabe führen
Einwegmiete Rückgabe an einem anderen Ort kann einen hohen Aufpreis verursachen
Extras erst vor Ort Kindersitz, Navi oder Zusatzschutz sind dort häufig teuer
Teure Fahrzeugklasse Möglicherweise buchst du mehr Platz oder Leistung als benötigt
Versicherungen werden doppelt abgeschlossen Bestehender Schutz könnte nochmals bezahlt werden
Keine Preisprüfung seit der Buchung Inzwischen können bessere Angebote verfügbar sein

Mehrere dieser Punkte gleichzeitig sind noch kein Beweis dafür, dass dein Mietwagen zu teuer ist. Sie sind jedoch ein guter Anlass, die Buchung anhand der Gesamtkosten und nicht anhand des beworbenen Tagespreises zu überprüfen.

Was kostet ein Mietwagen normalerweise?

Eine allgemeingültige Antwort gibt es bei Mietwagen kaum. Während ein Kleinwagen in einer deutschen Großstadt außerhalb besonderer Nachfragespitzen vergleichsweise günstig verfügbar sein kann, können Ferienziele, Inseln, Flughäfen oder kurzfristige Buchungen während der Hochsaison ein Vielfaches kosten.

Als grobe Orientierung können die folgenden Bereiche helfen. Sie sind ausdrücklich keine Preisgarantie und kein allgemeingültiger Marktpreis, sondern eine Größenordnung für die erste Einordnung typischer Pkw-Mietwagen. Region, Saison und konkrete Mietbedingungen können zu erheblichen Abweichungen führen.

Fahrzeugklasse eher günstig mittleres Preisniveau eher teuer
Kleinst-/Kleinwagen etwa 20–35 € pro Tag etwa 35–60 € ab etwa 60 €
Kompaktklasse etwa 25–40 € etwa 40–70 € ab etwa 70 €
Mittelklasse etwa 35–55 € etwa 55–90 € ab etwa 90 €
SUV/Kombi etwa 35–60 € etwa 60–100 € ab etwa 100 €
Premium-/Spezialfahrzeug etwa 60–100 € etwa 100–160 € deutlich darüber möglich

Für einzelne Reiseziele oder stark nachgefragte Zeiträume können selbst diese Bereiche wenig aussagekräftig sein. An Urlaubsorten sind beispielsweise große Preisunterschiede zwischen Nebensaison und Schulferien möglich. Auch ein Mietwagen auf einer Insel lässt sich preislich nicht sinnvoll mit einem Stadtfahrzeug in Deutschland vergleichen.

Der Preis pro Tag kann täuschen

Besonders bei mehreren Miettagen solltest du nicht ausschließlich den angegebenen Tagespreis betrachten. Ein Angebot für 29 Euro täglich kann mit Versicherungsupgrade, Zusatzfahrer und Kindersitz am Ende teurer werden als ein Fahrzeug für 39 Euro, bei dem diese Leistungen bereits enthalten sind.

Interessanter ist deshalb der Gesamtpreis für deine konkrete Mietdauer einschließlich aller zwingend benötigten Leistungen. Erst diese Zahl ermöglicht einen sinnvollen Vergleich zwischen verschiedenen Angeboten.

Eine kurze Mietdauer kann relativ teuer sein

Mietwagenpreise verlaufen nicht immer proportional zur Mietdauer. Drei Tage können beispielsweise nicht automatisch drei Siebtel einer Wochenmiete kosten. Je nach Vermieter, Verfügbarkeit und Tarifstruktur können längere Mietzeiträume einen günstigeren durchschnittlichen Tagespreis ermöglichen.

Deshalb solltest du bei angrenzenden Reisetagen ruhig unterschiedliche Mietzeiträume vergleichen. Wichtig ist allerdings, den Wagen nicht allein wegen eines niedrigeren rechnerischen Tagespreises länger zu buchen, wenn dadurch unnötige Gesamtkosten entstehen.

Diese Faktoren bestimmen, wie viel du für deinen Mietwagen zahlst

Der Mietpreis entsteht aus deutlich mehr Faktoren als Fahrzeuggröße und Mietdauer. Wer die wichtigsten Stellschrauben kennt, kann besser einschätzen, weshalb zwei scheinbar ähnliche Angebote weit auseinanderliegen.

Abholort

Der Standort der Mietstation hat großen Einfluss auf den Preis. Besonders Flughafenstationen sind komfortabel, können aufgrund von Standortkosten oder Zuschlägen jedoch teurer sein als Stationen im Stadtgebiet.

Eine günstigere Station lohnt sich allerdings nur, wenn der Transfer dorthin praktikabel ist. 15 Euro Ersparnis sind wenig attraktiv, wenn zwei Personen dafür 40 Euro für Taxi oder Bahn ausgeben und zusätzlich viel Zeit verlieren.

Reisezeit und Nachfrage

Mietwagenpreise reagieren stark auf Angebot und Nachfrage. Ferien, Feiertage, Großveranstaltungen, Messezeiten und saisonal stark nachgefragte Reiseziele können die Preise erhöhen.

Gerade in beliebten Urlaubsregionen sollte deshalb nicht nur geprüft werden, welches Fahrzeug günstig ist, sondern auch, wie flexibel Reisezeit und Abholzeitpunkt sind. Schon eine Verschiebung innerhalb des Tages kann je nach Verfügbarkeit andere Angebote ergeben.

Buchungszeitpunkt

Eine frühe Buchung kann insbesondere in stark nachgefragten Reisezeiten sinnvoll sein. Sie garantiert allerdings nicht automatisch den niedrigsten Preis.

Ist die Buchung stornierbar, lässt sich der Preis später erneut kontrollieren. Fällt das Preisniveau, kann eine Neubuchung interessant sein. Steigt es, bleibt die frühzeitig gesicherte Buchung bestehen.

Fahrzeugklasse

Zwischen Kleinstwagen, Kompaktwagen, Kombi, SUV und Premiumklasse können erhebliche Preisunterschiede liegen. Nicht nur der Mietpreis steigt mit der Fahrzeugklasse, teilweise können auch Kaution oder Nebenkosten höher ausfallen.

Die richtige Größe richtet sich nicht nur nach der Personenzahl. Gepäck, Kindersitze und geplante Fahrstrecken sollten ebenfalls berücksichtigt werden. Ein zu kleiner Wagen kann unpraktisch sein, ein unnötig großes Fahrzeug verursacht dagegen vermeidbare Kosten.

Mietdauer

Ein Miettag entspricht bei vielen Angeboten einem Zeitraum von 24 Stunden. Überschreitungen können dazu führen, dass ein weiterer Miettag berechnet wird.

Es lohnt sich deshalb, Abhol- und Rückgabezeit sorgfältig festzulegen. Wer das Fahrzeug morgens um 10 Uhr übernimmt und am letzten Tag erst abends zurückgibt, sollte prüfen, welche zusätzliche Mietdauer dadurch entsteht.

Kilometerbegrenzung

Unbegrenzte Kilometer sind besonders bei Rundreisen komfortabel. Tarife mit begrenzter Kilometerzahl können günstiger sein, wenn du nur kurze Strecken fahren möchtest.

Entscheidend ist der Preis für Mehrkilometer. Ein günstiger Tarif kann teuer werden, wenn die geplante Strecke das inkludierte Kontingent deutlich überschreitet.

Alter des Fahrers

Junge Fahrer zahlen bei einigen Vermietern einen Zuschlag oder dürfen bestimmte Fahrzeuggruppen nicht buchen. Häufig gelten besondere Bedingungen für Fahrer unter 25 Jahren, wobei die konkreten Altersgrenzen vom Anbieter abhängen.

Auch Mindestalter und Mindestdauer des Führerscheinbesitzes können je nach Vermieter und Fahrzeugklasse unterschiedlich ausfallen. Diese Bedingungen sollten bereits vor der Buchung geprüft werden.

Zusatzfahrer

Soll nicht nur der Hauptmieter fahren, muss ein weiterer Fahrer meistens offiziell im Mietvertrag eingetragen werden. Je nach Tarif ist ein Zusatzfahrer inklusive oder kostenpflichtig.

Bei einer längeren Reise kann dieser Punkt erheblichen Einfluss auf die Gesamtkosten haben. Ein etwas teurerer Tarif mit kostenlosem Zusatzfahrer kann deshalb günstiger sein als das vermeintliche Basisangebot.

Versicherungsumfang

Ein großer Preisunterschied zwischen Mietwagenangeboten entsteht häufig durch unterschiedliche Absicherung. Besonders wichtig sind Haftpflichtdeckung, Vollkaskoschutz, Diebstahlschutz und die Höhe der Selbstbeteiligung.

Ein Angebot mit hoher Selbstbeteiligung kann günstiger erscheinen, überträgt dafür aber einen größeren Teil des Risikos auf dich. Bei einer seriösen Kostenbewertung sollte dieses Risiko genauso berücksichtigt werden wie der Mietpreis selbst.

Tankregelung

Die Regelung „voll übernehmen, voll zurückgeben“ ist besonders transparent: Du bezahlst im Wesentlichen den Kraftstoff, den du selbst verbrauchst.

Andere Modelle können vorausbezahlte Tankfüllungen, Serviceaufschläge oder ungünstige Rückgaberegelungen enthalten. Dadurch kann ein günstiger Mietpreis nachträglich teurer werden.

Einwegmiete

Wird der Wagen an einer anderen Station zurückgegeben, kann eine Einweggebühr entstehen. Besonders bei länderübergreifenden Rückgaben kann sie erheblich sein.

Bei Rundreisen sollte deshalb geprüft werden, ob eine Einwegroute tatsächlich notwendig ist oder ob eine andere Reiseplanung wirtschaftlicher wäre.

Warum viele für Mietwagen mehr bezahlen als nötig

Zu viel für einen Mietwagen zu bezahlen bedeutet nicht zwangsläufig, einen hohen Tagespreis gebucht zu haben. Häufig liegt das Problem in der Kombination aus Grundpreis, Zusatzkosten und Buchungsverhalten.

Es wird nur der erste angezeigte Preis verglichen

Sortierungen nach „günstigster Preis“ sind hilfreich, aber kein vollständiger Kostenvergleich. Die günstigsten Treffer können sich bei Selbstbeteiligung, Kilometerregelung, Tankregelung oder Zusatzleistungen deutlich unterscheiden.

Der bessere Vergleich lautet deshalb nicht „Welcher Mietwagen hat den niedrigsten Preis?“, sondern „Welches Angebot verursacht für meine Reise die niedrigsten sinnvollen Gesamtkosten?“.

Die Versicherung wird erst am Schalter entschieden

Bei der Fahrzeugübernahme entsteht häufig Zeitdruck. Wer sich erst dort mit Selbstbeteiligung und Versicherungsschutz beschäftigt, kann schwer beurteilen, ob ein zusätzlich angebotenes Paket wirklich benötigt wird.

Besser ist es, den gewünschten Schutz bereits vor der Buchung festzulegen. Dann lässt sich gezielt nach Angeboten suchen, die diesen Schutz enthalten.

Zusatzversicherungen werden doppelt bezahlt

Ein besonders wichtiger Kostenpunkt entsteht, wenn der gebuchte Tarif bereits eine Absicherung der Selbstbeteiligung enthält und am Schalter trotzdem ein weiterer ähnlicher Schutz abgeschlossen wird.

Dabei muss genau unterschieden werden, ob die Selbstbeteiligung tatsächlich auf null reduziert ist oder ob sie zunächst gegenüber dem Vermieter gezahlt und später von einem Vermittler beziehungsweise Versicherer erstattet wird. Beide Modelle können sinnvoll sein, funktionieren im Schadenfall aber unterschiedlich.

Zu große Fahrzeuge werden gebucht

Viele Reisende wählen vorsichtshalber die nächsthöhere Fahrzeugklasse. Bei vier Erwachsenen mit großem Gepäck kann das sinnvoll sein. Für zwei Personen mit Handgepäck ist der zusätzliche Platz dagegen möglicherweise unnötig.

Die Einsparung betrifft nicht nur den Mietpreis. Kleinere Fahrzeuge verbrauchen häufig weniger Kraftstoff und sind in engen Innenstädten leichter zu parken.

Kindersitze und weitere Extras werden nicht mitgerechnet

Kindersitze, Navigationsgeräte oder andere Extras können über mehrere Miettage einen überraschend großen Betrag erreichen. Insbesondere bei Familien gehört dieser Kostenblock deshalb bereits in den ursprünglichen Preisvergleich.

Ein Fahrzeug, das fünf Euro täglich günstiger ist, kann bei einem wesentlich teureren Kindersitz schnell zum schlechteren Angebot werden.

Die Kautionsbedingungen werden ignoriert

Die Kaution ist keine Mietgebühr, beeinflusst die Buchung aber erheblich. Je nach Vermieter und Fahrzeug kann ein beträchtlicher Betrag auf der Karte blockiert werden.

Problematisch wird es, wenn das Kartenlimit nicht ausreicht oder die verwendete Debitkarte vom Vermieter nicht akzeptiert wird. Im ungünstigsten Fall wird die Fahrzeugübergabe verweigert oder es muss vor Ort ein teureres Zusatzprodukt abgeschlossen werden.

Die bestehende Buchung wird nie wieder geprüft

Wer Monate im Voraus bucht, sichert sich zunächst ein Fahrzeug. Bis zur Reise können sich die Preise jedoch verändern.

Bei einem stornierbaren Tarif kann deshalb gelegentlich geprüft werden, ob die gleiche oder eine bessere Leistung inzwischen günstiger angeboten wird. Entscheidend ist, dass eine alte Buchung erst aufgegeben wird, wenn die neue tatsächlich bestätigt ist.

Welche Kosten du beim Mietwagen genau prüfen solltest

Für einen sauberen Mietwagenvergleich lohnt es sich, jedes Angebot in einzelne Kostenblöcke zu zerlegen. Dadurch werden Angebote vergleichbar, deren Werbepreise zunächst sehr unterschiedlich aussehen.

Kostenbestandteil Darauf solltest du achten
Grundmietpreis Gesamtpreis für den kompletten Mietzeitraum
Vollkasko enthalten oder Zusatzkosten?
Selbstbeteiligung Höhe und Bedingungen
Diebstahlschutz enthalten, Selbstbeteiligung und Ausschlüsse
Zusatzfahrer inklusive, einmalig oder pro Tag berechnet
Kilometer unbegrenzt oder begrenzt
Tankregelung möglichst transparent und nachvollziehbar
Kaution Höhe, Kartenart und benötigtes Kartenlimit
Einweggebühr relevant bei anderer Rückgabestation
Jungfahrergebühr Altersgrenzen kontrollieren
Kindersitz Gesamtpreis über die Mietdauer
Navi häufig durch Smartphone vermeidbar
Grenzübertritt erlaubt und eventuell kostenpflichtig
Fähre gegebenenfalls genehmigungspflichtig
Zusatzschutz tatsächlichen Mehrwert prüfen
Rückgabegebühren insbesondere außerhalb der Öffnungszeiten
Mehrkilometer Preis pro zusätzlichem Kilometer
verspätete Rückgabe mögliche Kosten eines weiteren Miettages

Besonders aussagekräftig ist eine eigene kleine Gesamtkostenrechnung. Addiere alle Leistungen, die du zwingend benötigst, und vergleiche anschließend nur noch diese Endbeträge miteinander.

Diese Kosten werden bei Mietwagen häufig unterschätzt

Einige der teuersten Mietwagenfallen stehen nicht groß auf der ersten Ergebnisseite. Sie verstecken sich in Bedingungen, Zusatzoptionen oder der konkreten Nutzung des Fahrzeugs.

Kaution und verfügbarer Kreditrahmen

Bei der Abholung wird häufig eine Kaution auf der Kreditkarte des Hauptfahrers blockiert. Je nach Vermieter, Fahrzeug und gebuchtem Schutz kann sie von einigen Hundert bis zu mehreren Tausend Euro reichen.

Wichtig ist nicht nur die vorhandene Karte, sondern auch der freie Verfügungsrahmen. Ein Kartenlimit von 2.000 Euro hilft wenig, wenn durch Hotel und andere Reiseausgaben bereits 1.400 Euro belegt sind und der Vermieter 1.000 Euro blockieren möchte.

Kreditkarte oder Debitkarte

Nicht jede Karte, auf der „Visa“ oder „Mastercard“ steht, ist automatisch eine klassische Kreditkarte. Viele Girokonten werden heute mit Debitkarten ausgegeben.

Autovermieter können unterschiedliche Kartenarten für die Kaution akzeptieren. Deshalb sollte in den Mietbedingungen ausdrücklich geprüft werden, welche Karte notwendig ist, auf wessen Namen sie ausgestellt sein muss und ob eine PIN benötigt wird.

Selbstbeteiligung je Schadenfall

Eine Selbstbeteiligung von beispielsweise 1.000 Euro bedeutet nicht zwangsläufig, dass dies das maximale Risiko für die gesamte Miete ist. Je nach Bedingungen kann die Selbstbeteiligung für einzelne Schadenereignisse gelten.

Deshalb sollte nicht nur die Höhe des Selbstbehalts kontrolliert werden. Entscheidend ist auch, für welche Schäden der Schutz greift und welche Fahrzeugteile ausgeschlossen sind.

Reifen, Glas, Felgen und Unterboden

Vollkasko bedeutet nicht bei jedem Tarif automatisch, dass sämtliche Fahrzeugteile unter denselben Bedingungen abgesichert sind. Gerade Reifen, Glas, Felgen, Unterboden oder Dach können gesonderten Regelungen unterliegen.

Wer auf schlechten Straßen, in ländlichen Regionen oder auf längeren Rundreisen unterwegs ist, sollte diese Punkte besonders sorgfältig prüfen.

Verwaltungsgebühren

Bußgelder, Mautverstöße oder andere Vorgänge können zusätzliche Bearbeitungskosten des Vermieters auslösen. Die eigentliche staatliche Forderung ist dann nur ein Teil der Gesamtkosten.

Auch Schäden können je nach Vertrag zusätzliche Bearbeitungspositionen verursachen. Ein Blick in die Gebührenübersicht gehört deshalb zur sorgfältigen Buchungsprüfung.

Gebühren für Grenzübertritte

Ein kurzer Ausflug ins Nachbarland erscheint zunächst unspektakulär. Mietvertraglich kann ein Grenzübertritt jedoch eingeschränkt, genehmigungspflichtig oder kostenpflichtig sein.

Wer eine Rundreise plant, sollte alle Länder bereits bei der Buchung berücksichtigen. Dass sich zwei Staaten im Schengen-Raum befinden, bedeutet nicht automatisch, dass der Mietvertrag eine Fahrt über die Grenze erlaubt.

Fährfahrten

Auch Fährfahrten können von den Mietbedingungen gesondert behandelt werden. Gerade bei Inselreisen oder länderübergreifenden Routen sollte deshalb geprüft werden, ob die Mitnahme des Fahrzeugs auf einer Fähre erlaubt ist.

Eine vermeintlich kleine Vertragsklausel kann sonst die komplette Reiseplanung beeinflussen.

Zusätzliche Miettage durch falsche Uhrzeit

Wer das Auto um 10 Uhr übernimmt und eine Woche später um 10 Uhr zurückgibt, nutzt sieben volle 24-Stunden-Zeiträume. Erfolgt die Rückgabe dagegen beispielsweise erst am Nachmittag, kann tariflich ein weiterer Miettag entstehen.

Bei Flugreisen solltest du allerdings genügend Zeitreserve einplanen. Eine knappe Rückgabezeit nur zur Vermeidung einiger Euro kann riskant sein, wenn dadurch der Rückflug gefährdet wird.

Beispiel: So groß kann der Preisunterschied sein

Nehmen wir eine siebentägige Urlaubsreise mit zwei Fahrern und einem benötigten Kindersitz. Zur Auswahl stehen zwei Kompaktwagen.

Kosten Angebot A Angebot B
Grundpreis 7 Tage 203 € 266 €
Zusatzfahrer 70 € inklusive
Kindersitz 70 € 49 €
zusätzlicher Schutz zur Reduzierung des Eigenrisikos 98 € inklusive
Gesamtkosten 441 € 315 €

Auf der Ergebnisseite wirkt Angebot A mit 29 Euro pro Tag zunächst deutlich günstiger als Angebot B mit 38 Euro. Nachdem die tatsächlich benötigten Leistungen berücksichtigt werden, kostet Angebot A in diesem Beispiel jedoch 126 Euro mehr.

Das Beispiel ist bewusst vereinfacht und stellt keine typische oder garantierte Ersparnis dar. Es zeigt vielmehr, weshalb der Grundpreis allein für einen Mietwagenvergleich ungeeignet sein kann.

Wie viel Sparpotenzial besteht beim Mietwagen?

Das Sparpotenzial hängt stark davon ab, wie ungünstig die ursprüngliche Buchung ist. Wer bereits frühzeitig einen gut ausgestatteten, stornierbaren Tarif mit passendem Versicherungsschutz gebucht hat, findet möglicherweise nur geringe Unterschiede.

Deutlich größer kann das Potenzial sein, wenn kostenpflichtige Zusatzfahrer, Versicherungen oder Extras bislang nicht berücksichtigt wurden. Auch bei sehr kurzfristigen Flughafenbuchungen oder unnötig großen Fahrzeugklassen kann eine alternative Planung einen merklichen Unterschied machen.

Häufig höheres Sparpotenzial

Besonders genau vergleichen sollten Reisende, die:

  • in der Hauptsaison buchen,
  • mehrere Zusatzfahrer benötigen,
  • Kindersitze oder andere Extras brauchen,
  • einen SUV oder eine größere Fahrzeugklasse gewählt haben,
  • den Wagen an einem anderen Ort zurückgeben,
  • eine hohe Selbstbeteiligung reduzieren möchten,
  • den Mietwagen sehr früh gebucht und danach nicht mehr geprüft haben,
  • nur Angebote direkt am Flughafen betrachten,
  • eine lange Mietdauer haben.

Häufig geringeres Sparpotenzial

Weniger Handlungsbedarf besteht häufig, wenn bereits ein konkurrenzfähiger Gesamtpreis mit umfangreichen Leistungen gebucht wurde und alternative Angebote nur wenige Euro günstiger sind.

Auch bei sehr kurzen Mietzeiten können zusätzliche Wege zu einer günstigeren Station oder komplizierte Umbuchungen den kleinen Preisvorteil schnell aufzehren.

Warum der günstigste Mietwagen nicht automatisch der beste ist

Ein Mietwagen für 20 Euro pro Tag ist nicht automatisch besser als einer für 30 Euro. Die entscheidende Frage lautet, welches Leistungs- und Risikopaket du für diesen Preis bekommst.

Besonders bei Versicherungen kann ein höherer Mietpreis sinnvoll sein. Eine geringe oder vollständig ausgeschlossene Selbstbeteiligung reduziert das finanzielle Risiko während der Reise erheblich. Ob dir dieser Schutz den Aufpreis wert ist, hängt von deinem persönlichen Sicherheitsbedürfnis und den konkreten Bedingungen ab.

Auch Flexibilität besitzt einen Wert. Ein Tarif, der bis kurz vor Mietbeginn stornierbar ist, kann attraktiver sein als ein nur geringfügig günstigeres nicht stornierbares Angebot. Gerade bei Flugänderungen, Krankheit oder Planänderungen kann diese Flexibilität wichtig werden.

Weitere Qualitätsmerkmale sind eine transparente Tankregelung, ausreichende Kilometer, passende Öffnungszeiten der Mietstation, eine praktikable Abholung und klare Regelungen für Grenzübertritte. Der beste Mietwagen ist deshalb nicht zwingend das billigste Fahrzeug, sondern das Angebot mit dem sinnvollsten Verhältnis aus Gesamtkosten, Absicherung und Nutzbarkeit.

Wann sich ein neuer Mietwagenvergleich besonders lohnen kann

Auch nach einer bereits erfolgten Reservierung kann ein erneuter Vergleich sinnvoll sein. Besonders interessant wird er, wenn deine bestehende Buchung flexibel storniert werden kann.

Typische Situationen sind:

  • Deine Buchung liegt bereits mehrere Monate zurück.
  • Der Reisezeitraum wurde verändert.
  • Du benötigst inzwischen einen zweiten Fahrer.
  • Die Zahl der Reisenden hat sich geändert.
  • Du brauchst eine andere Fahrzeugklasse.
  • Die ursprünglich geplante Einwegmiete ist nicht mehr erforderlich.
  • Der vorhandene Tarif besitzt eine hohe Selbstbeteiligung.
  • Du hast festgestellt, dass wichtige Extras nicht enthalten sind.
  • Ein ursprünglich teures Reiseziel hat inzwischen mehr Fahrzeugverfügbarkeit.
  • Deine Flugzeiten haben sich geändert.

Bei einer Neubuchung sollte allerdings immer die vollständige Leistung des bisherigen Angebots mit dem neuen Tarif verglichen werden. Ein niedrigerer Preis allein rechtfertigt noch keinen Wechsel.

Wann du nicht vorschnell neu buchen solltest

Ein bereits gebuchter Mietwagen kann Konditionen enthalten, die aktuell nicht mehr zum gleichen Preis verfügbar sind. Das gilt besonders für stark nachgefragte Reisezeiten.

Prüfe deshalb zuerst, ob dein alter Tarif kostenlos stornierbar ist. Bei Mietwagenbuchungen besteht nicht automatisch ein allgemeines 14-tägiges Widerrufsrecht wie bei vielen anderen Onlinegeschäften. Maßgeblich sind unter anderem die konkreten Stornierungsbedingungen.

Auch eine sehr geringe Ersparnis rechtfertigt nicht jede Umbuchung. Wenn du beispielsweise bereits einen passenden Wagen mit klaren Bedingungen, ausreichendem Versicherungsschutz und kostenloser Stornierung für 310 Euro gebucht hast und ein anderes Angebot 302 Euro kostet, kann die bestehende Buchung die bequemere Wahl sein.

Vorsicht ist außerdem geboten, wenn das neue Angebot mit einer anderen Selbstbeteiligung, schlechterer Kilometerregelung oder weniger flexiblen Bedingungen verbunden ist. Der Preisvergleich muss immer auf gleicher oder zumindest vergleichbarer Leistungsbasis erfolgen.

So prüfst du in wenigen Schritten, ob du zu viel zahlst

Ein gründlicher Mietwagen-Kostencheck muss nicht kompliziert sein. Mit einer systematischen Reihenfolge vermeidest du, dich zwischen Grundpreisen und Zusatzoptionen zu verlieren.

Schritt 1: Gesamtpreis deiner bestehenden Buchung feststellen

Notiere nicht nur den Mietpreis, sondern sämtliche bereits gebuchten Zusatzleistungen. Dazu gehören insbesondere Versicherungspakete, Zusatzfahrer, Kindersitze, Einweggebühren und sonstige Extras.

Wenn einzelne Kosten erst vor Ort fällig werden, gehören auch sie in die Rechnung.

Schritt 2: Versicherungsschutz prüfen

Kontrolliere Vollkasko, Diebstahlschutz, Selbstbeteiligung und mögliche Ausschlüsse. Entscheidend ist, welches finanzielle Risiko tatsächlich bei dir verbleibt.

Achte außerdem darauf, ob ein Tarif mit direktem Ausschluss der Selbstbeteiligung oder mit späterer Erstattung gebucht wurde. Der Ablauf im Schadenfall unterscheidet sich.

Schritt 3: Tatsächlichen Fahrzeugbedarf bestimmen

Überlege realistisch, welche Fahrzeuggröße du benötigst. Anzahl der Personen, Gepäck, Kindersitze und geplante Fahrstrecke sind wichtiger als die Bezeichnung der Fahrzeugklasse.

Eine Nummer kleiner kann erhebliche Kosten sparen, sollte aber nicht zulasten der praktischen Nutzbarkeit gehen.

Schritt 4: Kilometerbedarf abschätzen

Plane grob, welche Strecken während der Mietdauer entstehen. Rundreisen benötigen deutlich mehr Kilometer als ein Hotelurlaub mit gelegentlichen Ausflügen.

Erst danach lässt sich beurteilen, ob ein Tarif mit Kilometerbegrenzung sinnvoll ist.

Schritt 5: Alle Extras erfassen

Notiere Zusatzfahrer, Kindersitz, Navigationsgerät und andere benötigte Leistungen. Rechne den Preis jeweils über den gesamten Mietzeitraum.

Gerade hier entstehen große Unterschiede zwischen scheinbar ähnlich teuren Angeboten.

Schritt 6: Kaution und Zahlungsbedingungen kontrollieren

Prüfe die notwendige Kartenart, den erforderlichen Karteninhaber und die Höhe der Kaution. Stelle sicher, dass ausreichend Kreditrahmen vorhanden ist.

Dieser Schritt ist ebenso wichtig wie der Preisvergleich, weil eine ungeeignete Karte die Fahrzeugübernahme gefährden kann.

Schritt 7: Mindestens mehrere vergleichbare Angebote prüfen

Vergleiche möglichst dieselbe Fahrzeugklasse, denselben Versicherungsschutz und dieselben Extras. Unterschiedliche Leistungsniveaus führen sonst zu irreführenden Ergebnissen.

Bei flexibel stornierbaren Buchungen kann dieser Vergleich bis vor Reisebeginn gelegentlich wiederholt werden.

Schritt 8: Gesamtkosten statt Tagespreis vergleichen

Addiere Mietpreis und alle benötigten Zusatzkosten. Erst dieser Betrag sollte die Grundlage deiner Entscheidung bilden.

Ein höherer Grundpreis kann dadurch zum günstigeren Gesamtangebot werden.

Checkliste: Diese Punkte solltest du vor einer neuen Mietwagenbuchung prüfen

  • Gesamtpreis berechnen: Grundmiete und alle tatsächlich benötigten Zusatzleistungen gemeinsam betrachten.
  • Selbstbeteiligung kontrollieren: Prüfen, welches finanzielle Risiko im Schadenfall verbleibt.
  • Versicherungsumfang lesen: Nicht davon ausgehen, dass jede Vollkasko automatisch identische Schäden abdeckt.
  • Kautionshöhe prüfen: Ausreichenden verfügbaren Kartenrahmen für die gesamte Reise einplanen.
  • Kartenart kontrollieren: Sicherstellen, dass die vorgesehene Kredit- oder Debitkarte akzeptiert wird.
  • Hauptfahrer beachten: Karte, Führerschein und Buchung müssen entsprechend den Bedingungen zusammenpassen.
  • Kilometer vergleichen: Begrenzte Kilometer nur wählen, wenn sie zum geplanten Fahrprofil passen.
  • Tankregelung bewerten: Transparente Modelle bevorzugen und mögliche Tankservicegebühren berücksichtigen.
  • Zusatzfahrer einrechnen: Gesamtpreis über die komplette Mietdauer vergleichen.
  • Einweggebühr prüfen: Bei unterschiedlichem Abhol- und Rückgabeort mögliche Zusatzkosten berücksichtigen.
  • Grenzübertritte klären: Vor einer internationalen Fahrt Genehmigungen und Gebühren prüfen.
  • Fährfahrten prüfen: Sicherstellen, dass die geplante Nutzung vertraglich erlaubt ist.
  • Extras vorab kalkulieren: Kindersitze, Navi und sonstige Ausstattung nicht erst am Schalter entscheiden.
  • Stornierungsbedingungen lesen: Flexible Tarife können trotz leicht höherem Preis wertvoll sein.
  • Rückgabezeit berücksichtigen: Unnötige zusätzliche Miettage vermeiden.
  • Öffnungszeiten kontrollieren: Kosten und Bedingungen einer Rückgabe außerhalb der Öffnungszeiten prüfen.
  • Vorschäden dokumentieren: Bei Übernahme Fotos und Übergabeprotokoll sorgfältig kontrollieren.
  • Rückgabe dokumentieren: Fahrzeugzustand und möglichst auch Tankfüllstand nachvollziehbar festhalten.

Diese Fehler solltest du beim Sparen vermeiden

Beim Mietwagen kann falsches Sparen schnell teuer werden. Die größte Ersparnis auf der Buchungsseite ist nicht zwingend die wirtschaftlich beste Entscheidung für die gesamte Reise.

Nur nach dem niedrigsten Tagespreis sortieren

Der Tagespreis ist ein nützlicher Ausgangspunkt, aber niemals die vollständige Entscheidungsgrundlage. Fehlender Zusatzfahrer oder eine hohe Selbstbeteiligung können einen Preisvorteil vollständig aufzehren.

Vergleiche deshalb Angebote erst nach Zusammenrechnung der tatsächlich benötigten Leistungen.

Versicherungsschutz ohne Prüfung reduzieren

Eine hohe Selbstbeteiligung senkt häufig den Mietpreis. Dadurch sparst du sicher beim Tarif, übernimmst aber ein größeres finanzielles Risiko.

Ob dies sinnvoll ist, sollte bewusst entschieden werden und nicht lediglich deshalb, weil der Filter „günstigster Preis“ verwendet wurde.

Zusatzschutz aus Unsicherheit doppelt kaufen

Wer nicht weiß, welche Absicherung bereits besteht, ist am Mietwagenschalter anfällig für doppelte Versicherungen. Deshalb sollten Buchungsbestätigung und Versicherungsbedingungen vor der Abholung griffbereit sein.

Bei Angeboten mit Erstattung der Selbstbeteiligung solltest du außerdem verstehen, wie du im Schadenfall vorgehen musst und welche Unterlagen erforderlich sind.

Eine zu kleine Fahrzeugklasse buchen

Der kleinste Wagen ist nicht immer die wirtschaftlichste Lösung. Muss Gepäck auf der Rückbank gestapelt werden oder ist das Auto für mehrere Personen auf langen Strecken ungeeignet, leidet die gesamte Reisequalität.

Der richtige Ansatz lautet deshalb nicht „so klein wie möglich“, sondern „so groß wie nötig“.

Tankbedingungen ignorieren

Ein vermeintlich komfortables Tankmodell kann zusätzliche Kosten enthalten. Besonders transparent ist häufig eine Regelung, bei der das Fahrzeug voll übernommen und voll zurückgegeben wird.

Unabhängig vom Modell sollten die konkreten Bedingungen vor der Buchung verstanden werden.

Billiger buchen und teure Anreise zur Station vergessen

Eine Station außerhalb des Flughafens kann günstiger sein. Wird dafür jedoch ein teures Taxi benötigt, reduziert sich der Vorteil.

Berechne deshalb immer die Kosten vom tatsächlichen Ankunftsort bis zur Mietstation mit ein.

Kaution erst am Schalter beachten

Eine günstige Mietwagenbuchung ist wertlos, wenn die erforderliche Kaution nicht hinterlegt werden kann. Kartenbedingungen gehören daher bereits vor der Buchung in den Vergleich.

Gerade bei mehreren Reisebuchungen sollte zusätzlich geprüft werden, wie viel Kartenlimit zum Abholzeitpunkt noch verfügbar sein wird.

Wer seinen Mietwagenpreis besonders genau prüfen sollte

Nicht jede Buchung besitzt dasselbe Sparpotenzial. Bei bestimmten Reiseprofilen lohnt sich ein gründlicher Kostencheck jedoch besonders.

Familien mit Kindern

Kindersitze und größere Fahrzeugklassen erhöhen die Kosten. Gleichzeitig unterscheiden sich die Preise für Extras zwischen den Anbietern.

Für Familien ist deshalb der Gesamtpreis inklusive benötigter Sitze aussagekräftiger als der reine Fahrzeugpreis.

Reisen mit mehreren Fahrern

Ein kostenpflichtiger Zusatzfahrer kann bei längeren Mietzeiten einen erheblichen Aufpreis verursachen. Tarife mit bereits enthaltenem Zusatzfahrer können trotz höherer Grundmiete günstiger sein.

Vergleiche deshalb immer den Preis über die vollständige Mietdauer.

Junge Fahrer

Jungfahrerzuschläge und Einschränkungen bei Fahrzeugklassen können die Auswahl verändern. Gerade hier ist ein Vergleich der konkreten Bedingungen wichtiger als eine allgemeine Preisübersicht.

Auch das Mindestalter sollte vor der Buchung überprüft werden.

Urlauber in der Hochsaison

Je knapper Fahrzeuge werden, desto stärker können Preise schwanken. Frühzeitige Buchungen mit guten Stornierungsbedingungen sind deshalb besonders interessant.

Eine bestehende flexible Buchung kann anschließend gelegentlich mit dem aktuellen Markt verglichen werden.

Reisende mit Einwegstrecke

Einweggebühren können aus einem günstigen Mietwagen einen teuren machen. Besonders bei Rückgaben in einem anderen Land sollte der Aufpreis frühzeitig geprüft werden.

Manchmal ist eine angepasste Route wirtschaftlicher als die geplante Einwegmiete.

Rundreisende

Bei vielen Kilometern gewinnen Kilometerbegrenzung, Grenzübertritte, Pannenschutz und Versicherungsbedingungen an Bedeutung.

Ein etwas teurerer Tarif mit unbegrenzten Kilometern kann bei einer Rundreise die besser kalkulierbare Lösung sein.

Mietwagen vergleichen und aktuelle Alternativen prüfen

Wenn du deine bestehenden Kosten kennst, lässt sich ein Mietwagenvergleich wesentlich sinnvoller durchführen. Halte dafür Abholort, Abhol- und Rückgabezeit, Alter des Hauptfahrers, benötigte Fahrzeugklasse und geplante Zusatzleistungen bereit.

Entscheide außerdem vor dem Vergleich, wie wichtig dir ein möglichst geringer Selbstbehalt ist und ob Zusatzfahrer, Grenzübertritte oder besondere Ausstattung benötigt werden. Dadurch vergleichst du nicht wahllos günstige Fahrzeuge, sondern Angebote, die tatsächlich zu deiner Reise passen.

Der erste Treffer muss nicht automatisch das beste Angebot sein. Interessanter sind die Gesamtkosten unter vergleichbaren Bedingungen sowie die Frage, welche Risiken und Nebenkosten nach der Buchung noch verbleiben.

Prüfe jetzt, ob dein Mietwagen günstiger geht

Vergleiche aktuelle Mietwagenangebote für deine Reisedaten und achte neben dem Preis besonders auf Versicherung, Selbstbeteiligung, Kilometer, Tankregelung und Zusatzkosten. So erkennst du, ob deine bestehende Buchung wirklich günstig ist oder ob eine passendere Alternative verfügbar ist.

MIETWAGEN JETZT VERGLEICHEN

Fazit: Zahlst du zu viel für deinen Mietwagen?

Ob ein Mietwagen zu teuer ist, lässt sich nicht mit einer einzigen Preisgrenze beantworten. Ein Tagespreis von 30 Euro kann hervorragend oder ungünstig sein – abhängig davon, welche Fahrzeugklasse, Versicherungen, Kilometer und Zusatzleistungen enthalten sind und zu welcher Reisezeit du buchst.

Die zuverlässigste Methode ist deshalb ein Vergleich der vollständigen Kosten. Grundmiete, Versicherungsschutz, Zusatzfahrer, Extras, Einweggebühren und mögliche Kilometerkosten gehören in dieselbe Rechnung. Gleichzeitig sollten Kaution und Selbstbeteiligung nicht mit Mietkosten verwechselt werden: Sie bestimmen vor allem, wie viel Liquidität beziehungsweise finanzielles Risiko du während der Anmietung tragen musst.

Wenn deine bestehende Buchung flexibel stornierbar ist, kann ein erneuter Vergleich vor der Reise sinnvoll sein. Wechseln beziehungsweise neu buchen solltest du jedoch nur, wenn das neue Angebot auch bei Leistungen und Bedingungen überzeugt. Ein Mietwagen ist dann wirklich günstig, wenn nicht nur der Preis niedrig ist, sondern die gesamte Buchung zu deiner Reise passt und die wichtigsten Kosten bereits vor der Abholung kalkulierbar sind.

Häufige Fragen zu den Kosten für Mietwagen

Mietwagenpreise wirken auf den ersten Blick vergleichsweise einfach, bestehen in der Praxis jedoch aus zahlreichen Einzelbestandteilen. Die folgenden Antworten helfen dir dabei, typische Preisfragen einzuordnen und kostspielige Fehlentscheidungen vor der Buchung zu vermeiden.

Woher weiß ich, ob mein Mietwagen zu teuer ist?

Vergleiche deine Buchung mit mehreren aktuellen Angeboten für denselben Zeitraum, denselben Abholort und eine vergleichbare Fahrzeugklasse. Berücksichtige dabei immer Versicherungsschutz, Selbstbeteiligung, Kilometer, Zusatzfahrer und benötigte Extras.

Erst wenn die Leistungen ähnlich sind, ist ein Preisvergleich aussagekräftig. Ein deutlich günstigeres Angebot mit wesentlich höherer Selbstbeteiligung ist nicht automatisch die bessere Alternative.

Wie viel sollte ein Mietwagen pro Tag kosten?

Eine universelle Tagespauschale gibt es nicht. Kleinwagen können außerhalb besonders gefragter Zeiträume teilweise bereits für wenige Dutzend Euro täglich verfügbar sein, während Ferienzeiten, Inseln, Flughäfen oder kurzfristige Buchungen wesentlich höhere Preise verursachen können.

Nutze Tagespreise deshalb nur zur ersten Orientierung. Der entscheidende Wert ist der Gesamtpreis für deine konkrete Reise und den benötigten Leistungsumfang.

Wann ist ein Mietwagen besonders teuer?

Hohe Preise treten häufig bei starker Nachfrage und begrenzter Fahrzeugverfügbarkeit auf. Schulferien, Feiertage, Veranstaltungen und saisonal stark gefragte Urlaubsregionen können sich besonders deutlich auswirken.

Auch sehr kurzfristige Buchungen können teuer sein. Das muss allerdings nicht immer so sein, da Mietwagenpreise dynamisch auf die aktuelle Auslastung reagieren.

Wie früh sollte ich einen Mietwagen buchen?

Für stark nachgefragte Reisezeiten kann eine frühe Buchung sinnvoll sein, besonders wenn der Tarif flexible Stornierungsbedingungen bietet. Dadurch sicherst du zunächst Verfügbarkeit, ohne zwingend auf spätere Preisänderungen verzichten zu müssen.

Bis zur Reise kannst du gelegentlich erneut vergleichen. Eine bestehende Buchung sollte allerdings erst storniert werden, nachdem eine bessere Alternative verbindlich bestätigt wurde.

Ist Vollkasko ohne Selbstbeteiligung immer besser?

Sie reduziert das finanzielle Risiko deutlich, kostet dafür aber häufig mehr als ein Tarif mit Selbstbeteiligung. Ob sich der Mehrpreis für dich lohnt, hängt von deinen persönlichen Präferenzen und den Vertragsbedingungen ab.

Zusätzlich sollte geprüft werden, welche Fahrzeugteile und Schadenarten tatsächlich abgedeckt sind. „Ohne Selbstbeteiligung“ ersetzt nicht die Prüfung des Versicherungsumfangs.

Wie hoch kann die Mietwagenkaution sein?

Je nach Vermieter, Fahrzeugklasse und Versicherung kann die Kaution von einigen Hundert bis zu mehreren Tausend Euro reichen. Sie wird häufig auf der Karte des Hauptfahrers blockiert und steht währenddessen nicht als verfügbarer Kreditrahmen zur Verfügung.

Kontrolliere deshalb vor der Reise die konkrete Kautionshöhe, den verfügbaren Kartenrahmen und die akzeptierten Kartenarten.

Kann ich mit einer Debitkarte einen Mietwagen buchen?

Die eigentliche Onlinebuchung ist mit einer Debitkarte teilweise problemlos möglich. Entscheidend ist jedoch, welche Karte der Vermieter bei der Fahrzeugabholung für die Kaution verlangt.

Manche Stationen akzeptieren Debitkarten, andere verlangen eine klassische Kreditkarte. Prüfe deshalb immer die Bedingungen des konkreten Vermieters und nicht nur die Zahlungsmöglichkeiten des Buchungsportals.

Welche Tankregelung ist am günstigsten?

Eine Regelung „voll übernehmen, voll zurückgeben“ ist für Verbraucher häufig besonders leicht nachvollziehbar. Du bezahlst dann grundsätzlich den Kraftstoff, den du selbst verbrauchst, sofern du den Wagen wie vereinbart vollgetankt zurückgibst.

Andere Modelle müssen nicht automatisch schlecht sein, können aber Tankpauschalen oder Servicekosten enthalten. Entscheidend sind deshalb die konkreten Bedingungen und der tatsächliche Gesamtpreis.

Lohnt sich ein Mietwagenvergleich auch nach der Buchung?

Bei einer flexibel stornierbaren Buchung kann das sinnvoll sein. Mietwagenpreise verändern sich, sodass später sowohl günstigere als auch teurere Angebote verfügbar sein können.

Vergleiche allerdings immer identische oder zumindest ähnliche Leistungen. Eine Ersparnis von 40 Euro ist beispielsweise wenig attraktiv, wenn die neue Buchung dafür eine wesentlich höhere Selbstbeteiligung besitzt.

Was ist beim Mietwagen wichtiger: Preis oder Versicherung?

Beides lässt sich nicht sinnvoll voneinander trennen. Der Preis bestimmt deine sicheren Reisekosten, während der Versicherungsschutz beeinflusst, welches finanzielle Risiko im Schadenfall verbleibt.

Ein guter Mietwagentarif sollte deshalb nicht möglichst billig sein, sondern ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Mietpreis, Absicherung, Vertragsbedingungen und deiner geplanten Nutzung bieten.

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